Tinderbox, 34. Folge

Love Out Me

Das Ende vom Anfang

 

 

SENDEMANUSKRIPT

 
In der Sendung vom 23. Dezember 2002 sprach ich über Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams und wie die Geschichte der RAF im postmodernen 21. Jahrhundert umgeschrieben wird.
 
Sendung :
Tinderbox, 34. Folge
Love Out Me
Das Ende vom Anfang
 
Redaktion und Moderation :
Walter Kuhl
 
gesendet auf :
Radio Darmstadt
 
Redaktion :
Alltag und Geschichte
 
gesendet am :
Montag, 23. Dezember 2002, 17.00–18.00 Uhr
 
wiederholt am :
Dienstag, 24. Dezember 2002, 00.00–01.00 Uhr
Dienstag, 24. Dezember 2002, 08.00–09.00 Uhr
Dienstag, 24. Dezember 2002, 14.00–15.00 Uhr
 
 
Besprochenes und benutztes Buch :
Andres Veiel : Black Box BRD, DVA
 
 
Playlist :
  • Siouxsie and the Banshees : Love Out Me
  • Siouxsie and the Banshees : Icon
  • Siouxsie and the Banshees : Face To Face (Catatonic Mix)
  • Sleater Kinney : The Swimmer
  • Siouxsie and the Banshees : Song From The Edge Of The World
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/tinderbx/tinder34.htm
 
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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 : Einleitung
Kapitel 2 : Wahrheitsverhinderung
Kapitel 3 : Black Box BRD – kritiklos
Kapitel 4 : Wer erteilt die Lizenz zum Töten?
Kapitel 5 : 10 Jahre Mädchenarbeitskreis Darmstadt
Kapitel 6 : Schluß
Anmerkungen zum Sendemanuskript

 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte / Tinderbox

Tinderbox
Vierunddreißigster Teil
Love Out Me
Das Ende vom Anfang

 
Siouxsie and the Banshees : Love Out Me
 

Mit Love Out Me endet das letzten Album The Rapture von Siouxsie and the Banshees aus dem Jahr 1995. Ein Jahr später verkündete die Band, die zu diesem Zeitpunkt nur noch aus der Sängerin Susan Dallion alias Siouxsie Sioux, dem Gitarristen Steven Bailey alias Steve Severin und dem Drummer Peter Clark alias Budgie bestand, ihre Auflösung.

Mitte der 90er Jahre befand die Musikindustrie, daß die späten 70er Jahre nochmals zu verwerten seien. Und so wurden die Punkbands der wilden Jahre reanimiert. Siouxsie, Steve und Budgie fanden das ziemlich peinlich; und ehe sie sich selbst gezwungen sahen, diesem Trend hinterherzuhecheln, lösten sie sich lieber auf. Vorangegangen waren jedoch auch tiefe musikalische Differenzen zwischen den Bandmitgliedern, die jetzt ihrer eigenen Wege gingen.

Während jedoch Steve Severin mit seinen Soloplänen nicht gerade erfolgreich war, konnten Siouxsie und Budgie, die Anfang der 90er Jahre brav bürgerlich geheiratet hatten, mit ihren Creatures weiter durchstarten. Dennoch endete hier 1996 nach 20 Jahren eine Ära, die eher zufällig 1976 im Londoner 100 Club ihren Anfang genommen hatte, als Siouxsie and the Banshees auf einem Punkfestival den Beweis antreten wollten, daß das Beherrschen keines Instruments und die pure Provokation ausreichten, um von der Bühne geschmissen zu werden. Es kam, wie bekannt, völlig anders. Doch nach 20 Jahren reichte es auch. Nach Elvis Presley, den Stones, Bob Dylan und all den anderen, die auch mit 60 noch so tun, als seien sie jung und knackig, mußten Siouxsie and the Banshees dem schlechten Beispiel ja nicht unbedingt folgen. Doch es war nur das Ende eines Anfangs. Sechs Jahre später traten die drei Bandmitglieder für einige Konzerte dann doch wieder auf der Bühne zusammen auf. Fortsetzung folgt? Wir werden sehen, ob es jetzt einen Anfang vom Ende gibt.

Jedenfalls waren die Konzerte in diesem Jahr schnell ausverkauft; die nostalgischen Fans wollten halt ihre Pop–Ikonen wiedersehen. Siouxsie als Ikone? Das hätte sie sich 1976 sicher nicht träumen lassen und in den Jahren darauf war es eher ein Alptraum für sie. Sie wollte nie eine Ikone sein, und doch lebte sie gut davon. Schon 1979 wußte sie sehr genau, was mit Ikoninnen so alles passieren kann – wir werden es gleich hören – Ikonen entfachen das Feuer und fallen dann von ihrem hohen Roß herunter.

Für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt begrüßt euch Walter Kuhl mit einer neuen Folge von Tinderbox, meiner kapitalismuskritischen Revue durch eine unappetitliche Wirklichkeit, wie immer mit freundlicher Unterstützung durch Siouxsie and the Banshees.

Meine Themen heute:
Black Box BRD – ein Film und ein Buch über den ehemaligen Deutsche Bank–Chef Alfred Herrhausen und das in Bad Kleinen getötete RAF–Mitglied Wolfgang Grams von Andres Veiel, kritisch betrachtet, und
10 Jahre Mädchenarbeitskreis – ein Beitrag von Katharina Mann.

Doch nun zu den Ikonen und Ikoninnen, die wir ja auch deshalb auf das Podest erheben, damit wir nicht selbst die Verantwortung dafür übernehmen müssen, eine bessere Welt als diese zu schaffen.

 
Siouxsie and the Banshees : Icon

 

Wahrheitsverhinderung

Letztes Jahr lief in den deutschen Kinos der Dokumentarfilm Black Box BRD von Andres Veiel; inzwischen verkauft sich auch das etwas weitschweifigere Buch zum Film ganz gut. Andres Veiel stellt in Film und Buch die Biographien zweier Menschen nebeneinander, die unterschiedlicher nicht sein können – Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams. Alfred Herrhausen, Nazi–Internatsschüler und karrierebewußter Aufsteiger der Nachkriegszeit, wurde Ende November 1989 durch einen Sprengstoffanschlag der Roten Armee Fraktion getötet. Wolfgang Grams starb im Kugelhagel im Rahmen einer der dubiosesten Festnahmeaktionen der bundesdeutschen Geschichte Ende Juni 1993 auf dem Bahnhof von Bad Kleinen.

Was, bitte sehr, haben beide miteinander zu tun, um sie parallel in Film und Buch zu verewigen? Wenig. Die einzig denkbare Möglichkeit, daß sie sich je begegnet sind, ist das Attentat auf Alfred Herrhausen. Doch dies wäre reine Spekulation. Bis heute ist den Ermittlungsbehörden nicht bekannt, wer dem damaligen Kommando der RAF angehört hat. Daher steht die filmisch–literarische Rekonstruktion zweier Biographien auf ziemlich wackligen Beinen. Das Einzige, was beide Biographien vereint, ist der unnatürliche und plötzliche Tod der beiden Hauptfiguren.

Was will uns also Andres Veiel damit sagen? Was will er suggerieren – denn sein Film lebt von Suggestion und sein Buch hebt diese nicht auf. Die beiden – Herrhausen und Grams – verbindet nichts miteinander, außer daß die Organisation des einen für den Tod des anderen verantwortlich ist; und die Organisation des anderen mitgewirkt hat an den Bedingungen, welche die Studentinnenbewegung und die Rote Armee Fraktion auf sehr unterschiedliche Weise bekämpft haben. Reicht dies für einen Film? Ich denke nicht.

Mag sein, daß Andres Veiel durch seine distanzierte Sicht, die nicht Stellung beziehen will, die keine Schuld zuweisen will, die Kinobesucherin oder den Leser zum eigenständigen Denken anregen möchte. Was ist die Black Box BRD? Warum sind beide geworden, was sie waren, und warum mußten beide als Charaktermasken ihres Werdegangs sterben – der eine als Chef der Deutschen Bank, der andere als Mitglied der RAF?

Doch wer zum Denken anregen will, zum Nachdenken über die deutschen Zustände, muß auch das Material hierfür zur Verfügung stellen. Es kann ja nicht vorausgesetzt werden, daß wir ein profundes historisches Wissen und kritisches Bewußtsein haben, um uns auf das visuell und literarisch Dargestellte einen Reim machen zu können. Was sind also die Fakten? Doch genau hier liegt das Problem des Films und auch des Buchs von Andres Veiel. Er liefert sie nicht, und wenn er sie liefert, sind sie tendenziös, nicht nachrecherchiert, abgeschrieben und nachgeplappert. Und manchmal auch schlicht falsch.

1976 entführte ein palästinensisches Kommando eine Air FranceMaschine ins ugandische Entebbe. Mit dabei waren zwei Mitglieder der Revolutionären Zellen – Brigitte Kuhlmann und Wilfried Böse. Andres Veiel schreibt hierzu:

Gemeinsam mit ihren palästinensischen Mitkämpfern trennten sie jüdische von nichtjüdischen Passagieren. Mehrere jüdische Passagiere werden exekutiert, bevor eine israelische Spezialeinheit das Flugzeug in Entebbe stürmt. [1]

Es ist schon schlimm genug, wenn deutsche Linke in ihrem antizionistischen Verständnis die Selektionsmaßnahmen ihrer Elterngeneration wiederholen. Doch es stimmt zum Glück nicht, daß sie auch noch an deren Exekution teilgenommen haben. Diese fand nämlich nicht statt. Selbst ich, der einen derartigen Unsinn als solchen erkennen konnte, mußte noch einmal nachschlagen, ob es tatsächlich nicht stimmt, denn es hätte durchaus so gewesen sein können. Alle anderen, die dies lesen, haben diese Chance des Nachschlagens nicht, weil ihnen der Fehler gar nicht als solcher auffällt. Diese Ungenauigkeit hat zwar nicht Methode, doch die Methode von Buch und Film ist die Ungenauigkeit. [2]

 

Black Box BRD – kritiklos

Das liegt auch daran, daß sich Andres Veiel für die Black Box BRD letztlich doch nicht interessiert. Er will eigentlich gar nicht wissen, welche Ungeheuer der Vernunft dort schlummern. Er will überhaupt nicht wissen, wozu ein demokratischer Rechtsstaat in der Lage, weil er nicht wissen will, was der Staat als ideeller Gesamtkapitalist zum Wohle des Bestehenden tun muß. Staatsraison heißt das dann.

In den USA hätte er Anschauungsunterricht nehmen können. Dort liegt dokumentarisch belegt vor, daß US–Regierung und FBI die systematische Zerschlagung beispielsweise der Black Panther Party geplant, angeordnet und durchgeführt haben – durch falsche Anschuldigungen, terroristische Razzien, Knast und die Liquidierung politischer Gegner. Politischer Mord also. In der entsprechenden antiterroristischen Literatur hätte er nachlesen können, wie Staatsorgane schon vom kleinsten Anzeichen subversiven Verhaltens an handeln sollen und müssen.

Frank Kitson beispielsweise, britischer Antiterrorspezialist der 50er und 60er Jahre, hat seine Erfahrungen in einem auch auf Deutsch erschienenen Buch offengelegt. Entsprechende Schulungsdokumente der US Army sind spätestens aus den 70er Jahren bekannt. Es gibt also keinen Grund, blauäugig die Märchen über das Zustandekommen des Todes von Ulrike Meinhof 1976, in Stammheim 1977 oder in Bad Kleinen 1993 kritiklos abzukupfern.

Und wenn Andres Veiel dann behauptet, es liegen keine Anzeichen für Fremdeinwirkung vor, dann ist das einfach gelogen. Das Einzige, was wir aufgrund der systematischen Vertuschung und Spurenvernichtung heute sicher sagen können, ist, daß die Staatsversion in allen drei Fällen nicht stimmen kann. Denn die Fakten sprechen eine eindeutige, nämlich eine andere Sprache. Unsinn wird daher auch nicht dadurch wahrer, daß er litaneiartig nachgebetet wird. Hier hat Andres Veiel eindeutig zuwenig nachgedacht und nachrecherchiert.

Von Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams erfahren wir entsprechend auch nur ausgewählte Facetten ihres Lebens. Widersprüche werden zwar angerissen, aber nicht vertieft.

Für Alfred Herrhausen ist der Wirtschaftskurs der sozial–liberalen Regierung unter Helmut Schmidt Anlass zu harscher Kritik. Die Staatsverschuldung ist immens gestiegen, im Haushalt 1982 fehlen über sieben Milliarden Mark. Für Herrhausen sind deshalb Einschnitte im sozialen Netz unumgänglich. 1981 fordert er eine Wende in der Anspruchspolitik[3]

schreibt Andres Veiel, ohne darüber nachzudenken, daß er nur wenige Seiten zuvor das herrliche Leben des Alfred Herrhausen geschildert hat, u.a. ein mehrwöchiger Segeltörn im Mittelmeer auf einer Luxusjacht [4], auf deren Anspruch Alfred Herrhausen ganz sicher nicht hat verzichten wollen. Es sind eben immer dieselben Arschlöcher, die uns erzählen, wir sollen den Gürtel enger schnallen, damit sie – um im Bild zu bleiben – sich mehr vom Kuchen auftischen können. Unreflektiert wird das Anspruchsdenken der Reichen und Mächtigen vor uns ausgebreitet; und in der postmodernen Beliebigkeit auch unkritisch stehen gelassen. Gerhard Schröder, Bert Rürup und Roland Koch wären begeistert von solch einer Argumentation, ebnet sie ihnen doch den Weg, die angeblich leeren Kassen auf unsere Kosten zu füllen.

Das ist natürlich kein Grund, jemanden ins Jenseits zu befördern. Doch über die Politik der RAF und über die Strategie, die dahinter steckt, erfahren wir nichts. Allenfalls die emotionalen Momente werden vor unseren Augen ausgebreitet, die Betroffenheit. Doch es war eben nicht oder nicht allein das subjektive Moment der Betroffenheit, die Menschen dazu gebracht, mit der Waffe in der Hand die herrschenden Verhältnisse verändern zu wollen. Es war auch die Erkenntnis, daß Krieg, Massenmord, globale Ausbeutung, Hunger und Unterdrückung von hier ausgehen und auch in deutschen Banken geplant, organisiert und durchgeführt werden. Und wer etwas erkannt hat und es nicht verändert, handelt so gesehen nicht anders als seine oder ihre Eltern in der Nazizeit – der Übergang vom Wegschauen zum Mitmachen ist dann ein schleichender und kaum noch wahrnehmbarer.

 
Siouxsie and the Banshees : Face To Face (Catatonic Mix)

 

Wer erteilt die Lizenz zum Töten?

Zentral in Veiels Film Black Box BRD ist die Szene, in der ein alter Weggefährte Wolfgang Grams fragt:

Wer hat euch beauftragt? Wer hat euch gewählt? [5]

Wer hat euch dazu legitimiert, über Leben und Tod zu entscheiden? Die Frage ist durchaus berechtigt, aber sie wird den Falschen gestellt. Denn ist es eine Frage der Legitimation, eine oder jemanden umbringen zu dürfen? Muß ich dazu in einer Bundestagswahl gewählt worden sein, um einen Krieg gegen Jugoslawien anzuzetteln? Wer hat Joschka Fischer damit beauftragt? Und wer hat Gerhard Schröder dazu ermächtigt, in Tschetschenien wegzuschauen und Wladimir Putin Rückendeckung für einen schmutzigen Krieg zu geben, der rund 100.000 Menschen das Leben gekostet hat? Von Walter Hoffmann und Andreas Storm, gewählt und legitimiert, will ich hier lieber nicht reden. Könnte ja sein, daß es übel aufstößt, wenn sie am 25. September letzten Jahres dem russischen warlord zugejubelt haben. Wer hat sie damit beauftragt? Wurden sie hierfür gewählt?

Es sind also sinnlose moralische Fragen, die hier aufgeworfen werden, weil sie von der prinzipiellen Legitimation eines politisch–wirtschaftlichen Systems ausgehen, das sich auf Massenmord und Millionen verhungernder Kinder gründet. Dabei wäre die spannende Frage, die Andres Veiel hätte stellen und zum Motto seines Films hätte machen können, ja vielleicht sollen: Was haben Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams getan, um dem Einhalt zu gebieten?

Alfred Herrhausen hatte ganz offensichtlich Konzepte, die seinen Vorstandskollegen bei der Deutschen Bank nicht in den Kram paßten. Herrhausen ging davon aus, daß die internationale Schuldenkrise nur dann zu lösen sei oder zumindest das internationale Finanzsystem dann vor einem Kollaps zu bewahren sei, wenn bestimmten Ländern der Dritten Welt die Schulden erlassen würden, die ohnehin nicht mehr einzutreiben seien. Ein solcher partieller Schuldenerlaß war für Herrhausen jedoch kein Selbstzweck, sondern taktische Maßnahme, um diesen Ländern den weiteren für die Banken äußerst lukrativen Schuldendienst zu ermöglichen. In gewisser Weise liegt die Tragik des Alfred Herrhausen auch darin, daß er an das aufgeklärte Eigeninteresse des Kapitals noch zu einem Zeitpunkt appellierte, als das Kapital in seiner neoliberalen Offensive nicht mehr glaubte, darauf angewiesen zu sein. Wer nicht mehr mithalten kann, wird einfach ausgepreßt und dann liegen– und sich selbst überlassen.

Das ist das Credo der neoliberalen Marktreformer, die ihre Stimmen heute in Regierung und Opposition laut erheben. Herrhausen war so gesehen wohl einer der letzten, die den Sozialstaatskompromiß noch tragen wollten und darin auch einen Ansatz im Umgang mit der internationalen Schuldenkrise sahen. Die Zeichen der Zeit waren jedoch andere. Hätte ihn die RAF nicht am 30. November 1989 umgebracht, wäre er wohl nur wenige Monate später von seinen Vorstandskollegen gefeuert worden. So konnten einige von ihnen mit Sekt auf seinen Tod anstoßen. Visionäre werden in den eigenen Reihen nur solange geduldet, wie sie den Bedenkenkrämern nicht ins Gehege kommen.

Die Rote Armee Fraktion hatte ihnen die Arbeit abgenommen. Allerdings nicht im Auftrag der Deutschen Bank. Auch Geheimdienste hatten hiermit nichts zu tun, wie es das immer noch gerne kolportierte Gerücht vom RAF–Phantom verbreitet. Die Rote Armee Fraktion mit ihrer sogenannten 3. Generation (was für ein alberner Begriff) reorganisierte sich Anfang der 80er Jahre nach der Verhaftung der wesentlichen Kader Brigitte Mohnhaupt, Christian Klar und Adelheid Schulz. Nachdem die Strategie des Frontalangriffs auf den US–Imperialismus gescheitert war, gab es ein neues Konzept, nämlich die Eliten im Herzen der Bestie, in Europa, nicht ruhig schlafen zu lassen. Nun läßt sich sicher gut darüber streiten, ob sich irgendetwas am globalen Ausbeutungsverhältnis verändert, wenn einzelne Spitzen des Machtapparates eliminiert werden; aber es war immerhin ein Ansatz. Sich friedlich auf die Straße zu setzen, um sich dann wegtragen zu lassen, ist ja nun auch nicht wesentlich intelligenter. Die Wirkung ist gleich unerheblich.

Auch wenn es uns mißfallen mag – die Menschen in der Dritten Welt haben die Aktionen der RAF durchaus verstanden – auf ihre Weise. Sie haben bemerkt, daß es selbst in den Ländern, aus denen ihre Ausbeuter kommen, aus denen die Waffen ihrer Unterdrückung stammen, aus denen der Hunger und das Elend gemanagt werden, daß es selbst dort Menschen gibt, die dagegen aufstehen. Nach dem Tod von Alfred Herrhausen gab es ein Transparent, in dem dies deutlich wurde: Die Unterdrückten dieser Welt atmen einmal tief durch. Mehr nicht. Durchatmen.

Der Kampf geht weiter? Nein. Nur der Überlebenskampf.

Birgit Hogefeld, die am 27. Juni 1993 in Bad Kleinen verhaftet wurde, während Wolfgang Grams noch die Flucht über die Gleise versuchte, hat in mehreren Prozeßerklärungen deutlich gemacht, daß die RAF sich spätestens Anfang der 80er Jahre auf einen Irrweg begeben hatte. Wie konnte es dazu kommen, daß Menschen, die für eine bessere Welt kämpfen wollten, die Methoden ihrer Feinde benutzten? Das ist in der Tat eine interessante Frage; doch sie verweist auf die gemeinsame Verantwortung aller linken Kräfte für den derzeitigen desolaten und perspektivlosen Zustand, auf das Ende vom Anfang.

Darüber ist in Andres Veiels Film und Buch natürlich nichts zu finden, weil sie ja auch nicht dem Selbstfindungsprozeß der bundesdeutschen Linken dienen sollen. Es ist einfach eine Collage aus biographischen Fetzen. Doch für wen? Zu viel bleibt unklar, zu viel wird nicht thematisiert, zu viel ist tendenziös oder – siehe Entebbe – schlicht falsch. Geschichtsklitterung? Irgendwie schon. Projektionsfläche nennt er das.

Ich mache nur Angebote mit meinem Film, und die Projektionsfläche in diesem Kasten ist groß genug für verschiedene Vorstellungen. Black Box nennt man ja auch den Flugschreiber, der aufzeichnet, was während der Katastrophe passiert ist. Der ist bis heute nicht gefunden worden. Aber die Verstrickungen der Hinterbliebenen und Zeitgenossen, die Wunden, die die Verluste gerissen haben, die sind ja nach wie vor da. Ich wollte keine historische Lektion über ein abgeschlossenes Kapitel machen. [6]

Nun, eine historische Lektion ist dies sicher nicht. Projektionsfläche – vielleicht. Postmoderne Beliebigkeit – sicher. Wahrheit – wird nicht angestrebt. Ist die Betrachtung der Vergangenheit wirklich nur eine Frage des Blickwinkels, der Interpretation? Oder gibt es nicht klare Kriterien, nach denen historische Prozesse und darin handelnde Personen bewertet werden können? Ich denke doch, schon. Aber darum geht es ihm ja nicht.

Und so ist sein Unverständnis für die Situation kurz nach der Ermordung von Wolfgang Grams geradezu typisch. In Wiesbaden ist eine bundesweite Demonstration geplant. Aus Wiesbaden kam der Verfassungsschutzspitzel Klaus Steinmetz, der Birgit Hogefeld und Wolfgang Grams ans Messer geliefert hatte; er war ein Mitglied der eigenen linken Szene. So schreibt Andres Veiel:

Doch die Verunsicherung ist groß, unerträglich die Vorstellung, dass der Verrat aus den eigenen Reihen gekommen sein könnte. Vielleicht ist auch das einer der Gründe, warum die von allen erwartete Straßenschlacht ausbleibt. [7]

Das ist einfach nonsense. Was immer erwartet werden konnte, waren schikanöse Kontrollen und provokative Polizeispaliere, die es ja dann auch gab. Was immer eine Straßenschlacht ausgelöst hätte, wäre vom Polizeiapparat zu verantworten gewesen. Geplant war da nichts. Aber woher soll Andres Veiel das auch wissen? Es interessiert ihn ja nicht. Klischees verkaufen sich halt besser und außerdem gibt es dafür dann auch noch eine Filmförderung. Das läßt sich der Staat ja auch nicht entgehen, die Linke noch einmal so richtig vorzuführen.

Black Box BRD von Andres Veiel ist so gesehen nicht nur ein schlechter Film, sondern auch ein schlechtes Buch. Die notwendige Auseinandersetzung über emanzipatorische Wege aus der Sackgasse hin zu einer sich selbst befreienden Gesellschaft wird hiermit eher zugekleistert. Wer sich hiermit dennoch auseinandersetzen will, kann den Film als Video ausleihen oder das Buch kaufen. Es ist bei DVA erschienen und kostet 19 Euro 90.

 

10 Jahre Mädchenarbeitskreis Darmstadt

 
Sleater Kinney : The Swimmer

Der folgende Beitrag stammt von Katharina Mann.

Anmoderation Walter Kuhl

Der Mädchenarbeitskreis in Darmstadt feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Das heißt aber nicht, dass es Mädchenarbeit in Darmstadt überhaupt erst seit zehn Jahren gibt …

Aber was ist eigentlich der Mädchenarbeitskreis?

Beitrag Katharina Mann

Der Mädchenarbeitskreis ist ein Zusammenschluss der verschiedensten Einrichtungen, die in Darmstadt mit Mädchenarbeit befasst sind, also mit Jugendarbeit, die speziell ausgerichtet ist auf die Interessen und Belange der Mädchen. Im Mädchenarbeitskreis vertreten sind sowohl die Beauftragte des Arbeitsamtes für die Belange der Frauen und Mädchen als auch Vertreterinnen zahlreicher Jugendhäuser, das Bildungswerk des Hausfrauenbundes genauso wie Wildwasser, die Anlaufstelle für Mädchen, die Opfer geworden sind von sexualisierter Gewalt. Insgesamt 37 Einrichtungen sind im Mädchenarbeitskreis vertreten. Der Mädchenarbeitskreis trifft sich einmal im Monat, die verschiedenen Einrichtungen werden jeweils durch eine Fachfrau aus der Einrichtung repräsentiert.

Entstanden ist der Mädchenarbeitskreis sozusagen aus dem ersten Darmstädter Mädchentag 1991. Die Zusammenarbeit der Frauen zur Planung und Durchführung des Mädchentags war als produktiv erlebt worden und mit Spaß verbunden – neben allem Stress, den es (natürlich) auch gab. So gab es bei der Auswertung des Mädchentags im Frühjahr 1992 den Wunsch, die entstandenen Kontakte zu nutzen und die Zusammenarbeit weiter zu entwickeln.

Ein Arbeitskreis sollte aufmerksam machen auf die Notwendigkeit von Mädchenarbeit und ihrer Verankerung in der Stadt – geografisch wie politisch. Mädchenarbeit geht alle an!

Der Arbeitskreis sollte weitere Aktionen und Projekte organisieren für Mädchen und junge Frauen. Die Kooperation der einzelnen Stellen sollte ausgebaut werden bis hin zur Entwicklung gemeinsamer Angebote. Die Fachfrauen wollten sich untereinander austauschen über ihre Erfahrungen, ihre Informationen untereinander allen zugängig machen, sie wollten sich aber auch weiterentwickeln, die Themen der Mädchenarbeit inhaltlich und konzeptionell angehen, sich gemeinsam fortbilden.

Der Beschluss zur Gründung eines Mädchenarbeitskreises wurde einstimmig gefasst. Eine einstimmige Beschlusslage, das bedeutet etwas: Das bedeutet, dass das Bedürfnis und der Wille zu weiterer Zusammenarbeit groß war.

Tatsächlich funktionierte die Zusammenarbeit; es traf und trifft sich regelmäßig über die Jahre hinweg ein fester Kern von etwa 15 Fachfrauen. Der Mädchenarbeitskreis wurde schnell zu einem ernstzunehmenden politischen Faktor in der Stadt – und er wurde auch ernstgenommen!

Seit 1995 ist der Mädchenarbeitskreis anerkannt als Arbeitsgruppe – AG – nach Paragraf 78 Jugendhilfegesetz. Die AG »Arbeit mit Mädchen und jungen Frauen (MAK)«.

Dieser Status als Arbeitsgruppe nach § 78 Jugendhilfegesetz bedeutet im Klartext: Der Jugendhilfeausschuss kann den Mädchenarbeitskreis zu Rate ziehen und der Jugendhilfeausschuss kann dem Mädchenarbeitskreis Aufträge erteilen; der Mädchenarbeitskreis ist anerkannt als vollwertiges Gremium in dieser Stadt.

So erhielt der Mädchenarbeitskreis im Herbst 1996 den Auftrag, Leitlinien zu entwickeln zur Mädchenförderung in Darmstadt. Diese »Darmstädter Leitlinien zur Förderung der Mädchenarbeit in der Kinder– und Jugendhilfe« wurden vom Magistrat der Stadt Darmstadt verabschiedet und im November 1999 veröffentlicht.

Damit und seither sind die Leitlinien zur Förderung der Mädchenarbeit verbindlicher Standard für alle Entscheidungsprozesse im Bereich der Jugendhilfe. Das heißt: Was auch immer entschieden werden soll, immer müssen die Leitlinien zu Rate gezogen werden, immer muss abgeklopft werden, ob eine Entscheidung auch in Bezug auf die Belange der Mädchen Bestand haben kann.

Im Anschluss daran – 1999 – wurde dem Mädchenarbeitskreis ein weiterer Auftrag erteilt: Eine Bestands– und Bedarfsanalyse vorzunehmen bezüglich der Mädchenarbeit in Darmstadt. Dabei ist die Bestandsaufnahme immer der erste Schritt: Welche Angebote gibt es bereits und wie werden sie genutzt? Die zweite Frage ist dann: Welche Angebote fehlen, welche Angebote brauchen und wollen wir? Hierzu wurde nicht nur das Fachpersonal befragt, sondern es wurden auch Mädchen selber befragt.

Was aber heißt das alles in der Praxis? Was bedeutet Arbeit mit und für Mädchen und junge Frauen? Wie hat sich Mädchenarbeit entwickelt und verändert, wie sieht die Situation im Moment aus und was wünschen sich Mädchen und junge Frauen selber?

Mädchen und junge Frauen haben bis heute keineswegs gleichen Zugang zu den Angeboten der Jugendhilfe und Jugendförderung wie Jungen und junge Männer. Aus dieser Erkenntnis wurden seit den späten siebziger und achtziger Jahren verstärkt Angebote speziell und ausschließlich für Mädchen und junge Frauen entwickelt. Dabei verdankten sich solche Angebote oftmals der persönlichen Initiative von einzelnen Fachfrauen, die die Situation der Mädchen beobachteten und begriffen und die versuchten, Abhilfe zu schaffen.

Wenn in einem Jugendhaus gleich im Eingangsbereich der Kicker steht – oder wenn es zum Beispiel wie die Baas–Halle eigentlich nur eine große Halle ist, in der hauptsächlich Fußball gespielt wird – dann fühlen sich die meisten Mädchen davon nicht besonders angezogen. Eingeladen fühlen sie sich erst recht nicht, denn der Platz ist dann meistens schon von den Jungen belegt, die Mädchen müssten sich gleich bei ihrem ersten Ankommen gegen die Jungen behaupten – so wurden aus vielen Jugendhäusern eher »Jungenhäuser«, daran ändert sich nur langsam etwas.

Eine erste Maßnahme war die Einführung von Mädchentagen in vielen Jugendhäusern, zuweilen auch die Einrichtungen von eigenen Mädchen–Räumen, zu denen Jungen keinen Zutritt erhielten. Schon das war vor zehn, fünfzehn oder zwanzig Jahren ein vergleichsweise harter Kampf. Pädagoginnen, die einen Mädchentag einrichten wollten, wurden von ihren Kollegen verlacht. In manchen Einrichtungen reagierten die Jungen so heftig eifersüchtig auf einen Mädchentag, dass Pädagogen und Erzieher sozusagen »Wache schieben« mussten und die Mädchen vor randalierenden Jungs beschützen …

Heute gehört ein Mädchentag zum Standard in den meisten Einrichtungen. Es gibt aber auch heute noch immer mal wieder Gruppen von Jungen, die eifersüchtig reagieren, wenn die Mädchen sich separieren. Das ist insofern auffällig, als doch in vielen Einrichtungen nach wie vor all die übrigen Tage sozusagen »Jungentag« ist – nicht erklärtermaßen, aber faktisch, weil die Mädchen nicht mit den Jungen um Kicker oder Fußball konkurrieren. Und auch das Angebot, Jungenräume oder Jungentage zu gestalten, wurde von den eifersüchtelnden Jungs nicht angenommen.

Es ist aber auch wieder verständlich: Wenn die Jungen ihren »Jungentag« sowieso schon haben, dann müssen sie sich ja – vermeintlich – nicht besonderes viel Mühe machen, um einen Jungentag zu bekommen. Trotzdem reagieren sie natürlich eifersüchtig auf alles, was ihnen – in ihrem Erleben dann – weggenommen wird.

Vor allem zeigt das aber, wie notwendig es ist, dass Mädchen ihre eigenen Zeiten und Räume kriegen, weil sie tatsächlich den Jungen keineswegs gleichgestellt sind.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang eine Erkenntnis aus zehn Jahren aktiver Mädchenarbeit: Mädchen sind nicht schlechter als Jungen. Sie sind nicht defizitär, das heißt, es ist nicht so, dass ihnen etwas fehlt, was Jungen haben – und was Mädchen auch bräuchten, um sich gleichberechtigt behaupten zu können. – Mädchen sind nur einfach anders. Und diesem Anders–Sein sollte Rechnung getragen werden mit Angeboten, die die Mädchen nutzen mögen.

Räume, in denen sich Mädchen gerne aufhalten, sehen anders aus. Hier gibt es gemütliche Sitzgelegenheiten, wo die Mädchen sich miteinander ungestört unterhalten können. Am besten mit dem Rücken zur Wand und noch besser: etwas erhöht. Das bietet gleichzeitig Schutz, aber auch die Gelegenheit, das Geschehen im Raum zu überblicken und im Auge zu behalten.

So gestalten Mädchen ihre Räume, wenn ihnen die Gelegenheit gegeben wird, die Räume selbst einzurichten. Und das funktioniert auch bei Außenanlagen, wenn zum Beispiel hinter einem Halbkreis mit Sitzgelegenheiten dichte Büsche wachsen.

Erfahrungen mit Mädchentagen zeigen, dass Mädchen sich durchaus auch Angeboten nähern, die sonst eher nur von Jungen wahrgenommen werden, wenn mensch sie nur lässt. Im geschützten Rahmen der Mädchentage erobern Mädchen sich den Kicker oder andere Spielgeräte, die klassische »Jungengeräte« sind.

Zur gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben gehört aber noch mehr, als den Mädchen lediglich Räume zu geben, in denen sie sich aufhalten können und in denen sie sich auch selber gerne aufhalten wollen.

Das grundlegende Ziel jeglicher Jugendarbeit und Jugendförderung ist: Den jungen Menschen die Gelegenheit zu geben, sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu entwickeln.

Dazu braucht es nicht nur Räume, dazu braucht es auch die Teilnahme und Teilhabe an den Entscheidungsprozessen, die ihre eigenen Angelegenheiten betreffen. Es ist also an der Zeit, den Mädchen nicht nur Räume zu geben, sondern auch Stimme. Die Möglichkeit, dass die Mädchen ihre Stimmen erheben können, dass ihre Worte Gewicht haben und gehört werden. Nur so haben auch Mädchen die Chance, sich zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu entwickeln.

Das ist die Frage und Herausforderung, die die Fachfrauen im Mädchenarbeitskreis für sich erkannt haben: Wie macht man – oder frau – Beteiligung?

Wie kommen wir weg vom Paternalismus, etwas für die Mädchen zu tun – und wie finden wir hin zu Strukturen, in denen die Mädchen selbst etwas für sich tun können?

Im Namen der Mädchen in dieser Stadt, im Namen der Frauen in dieser Stadt – im Namen der Menschen in dieser Stadt: Herzlichen Dank an die Frauen des Mädchenarbeitskreises für zehn Jahre entschiedener Arbeit für die Belange der Mädchen – und die besten Wünsche für die nächsten zehn mal zehn Jahre!

 

Schluß

Jingle Alltag und Geschichte –

heute mit einem Beitrag zum Buch Black Box BRD von Andres Veiel und mit einem Beitrag von Katharina Mann zum Mädchenarbeitskreis in Darmstadt. Das Buch von Andres Veiel über Alfred Herrhausen und Wolfgang Grams mit dem Titel Black Box BRD ist bei DVA erschienen und kostet 19 Euro 90.

Fragen, Anregungen und Kritik könnt ihr wie immer auf meiner Voice–Mailbox bei Radio Darmstadt unterbringen. Die Telefonnummer lautet 8700–192. Oder ihr schickt mir ein Fax an die 8700–111. Eine Email geht natürlich auch, und zwar an tinderbox <at> alltagundgeschichte.de. Das Sendemanuskript zu dieser Sendung könnt ihr in den nächsten Tagen auch auf meiner Homepage nachschauen: www.waltpolitik.de.

Gleich folgt die Kulturredaktion mit Äktschn! Wir hören uns wieder in drei Wochen, am 13. Januar, mit einer neuen Ausgabe von Kapital – Verbrechen. Am Mikrofon für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt war Walter Kuhl.

 
Siouxsie and the Banshees : Song From The Edge Of The World

 

 

ANMERKUNGEN

 

[1]   Andres Veiel : Black Box BRD, Seite 133
[2]   Zur Entführung der Air FranceMaschine nach Entebbe und dem israelischen Kommandounternehmen siehe das schon 1976 erschienene Buch von William Stevenson : 90 Minuten in Entebbe, Ullstein Verlag.
[3]   Veiel Seite 146–147
[4]   Veiel Seite 141
[5]   Veiel Seite 166
[6]   Siehe hierzu www.black–box–brd.de/interview.html
[7]   Veiel Seite 18

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 21. Januar 2006 aktualisiert.
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