Tinderbox, 27. Folge

Superstition

Fröhliche Oberflächen

 

 

SENDEMANUSKRIPT

 
Sendung :
Tinderbox, 27. Folge
Superstition
Fröhliche Oberflächen
 
Redaktion und Moderation :
Walter Kuhl
 
gesendet auf :
Radio Darmstadt
 
Redaktion :
Alltag und Geschichte
 
gesendet am :
Montag, 20. Mai 2002, 17.00–18.00 Uhr
 
wiederholt am :
  • Dienstag, 21. Mai 2002, 00.00–01.00 Uhr
  • Dienstag, 21. Mai 2002, 08.00–09.00 Uhr
  • Dienstag, 21. Mai 2002, 14.00–15.00 Uhr
 
 
Besprochene und benutzte Bücher :
  • Michael Haase, Das Tal der Tränen, Ullstein Verlag
  • Edda Bresciani, An den Ufern des Nils, Konrad Theiss Verlag
 
 
Playlist :
  • Siouxsie and the Banshees : Kiss Them For Me
  • Siouxsie and the Banshees : Fear (Of The Unknown)
  • Siouxsie and the Banshees : Cry
  • Siouxsie and the Banshees : Little Sister
  • Siouxsie and the Banshees : Shadowtime
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/tinderbx/tinder27.htm
 
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Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 : Einleitung
Kapitel 2 : Das Tal der Tränen
Kapitel 3 : An den Ufern des Nils
Kapitel 4 : Beverly Hills in Memphis und Theben
Kapitel 5 : Frauenhaß
Kapitel 6 : Schluß

 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte / Tinderbox

Tinderbox
Siebenundzwanzigster Teil
Superstition
Fröhliche Oberflächen

Siouxsie and the Banshees : Kiss Them For Me

Drei Jahre nach ihrem Album Peepshow aus dem Jahr 1988 überraschten Siouxsie and the Banshees ihre Fans und die Musikwelt mit ihrem wohl kommerziellsten Album Superstition. Textlichen Tiefgang – wie bei früheren Alben – ist hier kaum zu finden. Statt dessen die Lust an Songs, die eingängige Melodien mit der unnachahmlichen Stimme von Susan Dallion alias Siouxsie Sioux verbinden. Konnten Siouxsie Sioux und der Bassist Steve Severin ähnliche Tendenzen früherer Alben noch damit entschuldigen, daß sie über eingängige, fast schon Mainstream–Melodien ein Publikum einfangen wollten, um es auch für die dunklen Seiten der Realität zu interessieren, so fehlt bei Superstition jeglicher Vorwand für leicht eingängig präsentierten Pop.

Frißt das Musikbusiness irgendwann doch auch die unabhängigsten Geister? Das ist nicht auszuschließen. Wenn wir dann noch berücksichtigen, daß Susan Dallion wenige Wochen vor dem Erscheinen von Superstition ihren langjährigen Freund und den Schlagzeuger der Band Peter Clarke alias Budgie geheiratet hat, dann verrät dies vielleicht auch einen Trend Richtung Bürgerlichkeit. Jedenfalls ließ es sich Susan Dallion anschließend in ihrer Villa in Südfrankreich wohl ergehen. Allerdings hatte sie mit den für diese Idylle noch fehlenden Kindern nichts am Hut. Kinder waren ihr schon immer ein Greuel. Statt dessen spielte sie lieber mit ihren Katzen.

Dennoch ist auch im Album Superstition die eine oder andere Wahrheit versteckt. Und wenn ich das folgende Interview mit Susan Dallion aus dem Jahr 1991 heranziehe, dann bin ich nicht so sicher, daß Superstition einfach nur kommerzieller Schrott ist, wie es von vielen ehemaligen Fans der Gruppe angesehen wurde und auch heute noch gesehen wird.

F: Das neue Album heißt Superstition (zu deutsch: Aberglauben). Sind die Banshees abergläubisch?
A: Klar, wir tragen die richtige Unterwäsche. Seide für Liveauftritte und Baumwolle fürs Studio.
F: Warum habt ihr den gerade gehörten Song Kiss Them For Me über Jayne Mansfield geschrieben?
A: Das ist eine phantastische Geschichte. Da kommt eine in Hollywood an, macht etwas aus sich, und dann ihr schnelles tragisches Ende. Und ihr Leben davor war drehbuchreif. Da gibt es diese seltsame Geschichte über den Tod ihres Vaters. Angeblich fuhr er sie gerade irgendwo hin, als sie einen Witz erzählte, über den er so lachte, daß er am Steuer starb.
F: Aber sie wurde ja auch bei einem Autounfall enthauptet?
A: Ja. Und in ihrem Haus, dem Pink Palace, spukte es. Nachdem Mama Cash es gekauft hatte, erstickte sie dort. Ringo Starr kaufte es, aber es siffte pinkfarben durch die Mauern. Schließlich kaufte Engelbert Humperdinck das Anwesen und exorzierte es. Er lebt noch darin.
F: Man sagt, Jayne wurde von ihrem Freund geschlagen?
A: Ja, und sie trieb nach einer Vergewaltigung ab, als sie 13 war. Ihr Busen machte ihr viel Ärger.
F: Als du so alt warst, hattest du ähnlichen Ärger?
A: Ich fuhr gewöhnlich mit dem Bus oben ohne unter einem Plastikmantel und wollte so zum halben Preis mitfahren. Damals lebte ich in so einer Schlafstadt und verachtete all die Engstirnigkeit. Immer wenn ich ausging, sagten die Nachbarn: Schon wieder die! Du glaubst es nicht, was sie jetzt wieder trägt! Ich haßte das, aber ich machte es gerade deshalb. Es hatte etwas Zwanghaftes.
F: Viele eurer Songs handeln von Zwängen und Beschränktheit. Was ist daran so interessant?
A: Ich glaube, weil es einen schmalen Grat gibt zwischen normal sein und geisteskrank. Da gibt es so viel Dummheit, die in jeder und jedem verborgen ist. Aber für die meisten ist das etwas, was sie daran hindert, davon überwältigt zu werden. Ich weiß nicht, was aus mir ohne meine Musik geworden wäre. Wahrscheinlich würde ich nur dummes Zeug schwätzen. [1]

Vielleicht müssen wir uns dann auch einer ganz anderen Wahrheit stellen. Die Begeisterung für Musik, und das heißt auch, für den aalglatten Mainstream, hat eine wichtige gesellschaftspolitische Funktion. Es gibt Menschen Halt und hindert sie daran, völlig abzudrehen. Nur handelt es sich dabei nicht um politisch bewußtes Handeln. Es ist eher der Versuch, sich eine eigene Welt zu schaffen. Vielleicht denkt der eine oder die andere hier an die eigene Teenagerzeit zurück und kann sich darin wiederfinden. Was für eine absurde Welt ist das, in der die entfremdetste, nach rein kommerziellen Ausbeutungskriterien produzierte Musik Menschen Halt gibt? Vielleicht ist Musik so gesehen (oder so gehört) dann auch ein Schutz vor dem Unbekannten.

Mit diesen nachdenklichen Gedanken leite ich über zu Fear of the Unknown von Siouxsie and the Banshees. Am Mikrofon begrüßt euch für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt Walter Kuhl.

Siouxsie and the Banshees : Fear (Of the Unknown)

 

Das Tal der Tränen

Besprechung von : Michael Haase – Das Feld der Tränen, Ullstein Verlag 2000, € 22,95

Tränenreich ist nicht nur das Backfischleben. Tränenreich sind nicht nur die castings, die junge Leute glauben machen, sie könnten mit Musik in dieser feindlichen Welt voll kapitalistischer Leistungsnormen und der damit verbundenen Ausgrenzung nicht Leistungsfähiger oder nicht Leistungswilliger etwas erreichen. Sie träumen von Selbstbestimmung und werden gnadenlos verarscht. Tränenreich ist auch der Glaube an die wahre Liebe, der sich trotz 100%iger Nichterfüllung immer noch hält. Einbildung schützt hier vor Enttäuschung und Erkenntnis.

Buchcover M. Haase Das Tal der TränenNun – tränenreich war auch das Leben so mancher Menschen im alten Ägypten, als sie für die Pharaonen die Pyramiden am Nil errichteten. Und die Frage, warum sich vor allem die Herrscher der 4. Dynastie vor etwa viereinhalbtausend Jahren riesige Monumente errichten ließen, hat vielleicht mehr mit den heutigen Monumentalbauten zu tun, als wir uns vorstellen. Nur sind es heute eben keine Pyramiden, sondern glitzernde Wolkenkratzer oder andere in Beton gegossene Wahrzeichen finanzieller Macht. Obwohl, auch Merck hat seine kleine Pyramide.

Michael Haase entwickelt in seinem vor zwei Jahren erschienenen Buch Das Feld der Tränen einen Gedankengang, der fernab liegt von jeder religiösen Verklärung der Pyramidenbauten. Denn es ist ja so: immer wenn man und frau in bestimmten Kulturen nach einer Erklärung für das Unbekannte suchen, dann kommen sie schnell auf kultische Gegenstände oder eine kultische Funktion von Gebäuden, Tonscherben oder Monumenten. Länger schon bekannt ist jedoch, daß nicht jede Pyramide auch eine genutzte Grabkammer besaß, und daß der König Snofru besagter 4. Dynastie gleich mehrere Pyramiden erbauen ließ. Dies alles führt uns dazu anzunehmen, daß der kultische Hintergrund, die Verehrung des Pharaos, zwar vielleicht auch gewollt war, aber eigentlich nur ideologisches Beiwerk zu einem anderen Zweck.

Das Ägypten der Pharaonen ist schließlich nicht aus dem Nichts entstanden. An den Flußufern des Nil haben sich im 4. Jahrtausend im Laufe der Zeit mehrere Machtzentren entwickelt, von denen schließlich zwei überlebten. Das langgezogene Tal des Nil vom heutigen Sudan bis zum Flußdelta – das damalige Oberägypten –, und das Nildelta – das damalige Unterägypten. Um das Jahr 3200 herum wurden beide Gebiete kriegerisch vereinigt: Oberägypten eroberte Unterägypten. Doch wie bei den verschiedenen Reichen in Mesopotamien war auch dies kein Prozeß, der von vornherein auf Dauer angelegt war. So spaltete sich der Norden mehrfach vom Süden ab, bis etwa gegen 2700 beide Reichsteile wieder vereinigt wurden. Es liegt durchaus nahe anzunehmen, daß die Herrscher Ägyptens ihre neu gewonnene Macht auch nach außen dokumentieren wollten.

Allerdings bedurfte es einiger Zeit und mancher Experimente und daraus gewonnener Erkenntnisse bezüglich Architektur und Statik, um aus einfachen Grabbauten monumentale Pyramiden zu entwickeln. Wir wissen nicht, wieviele Menschen bei dem Versuch, die Monumente der Macht zu errichten, gestorben sind. Aber wir können mit ziemlicher Sicherheit vermuten, daß weitaus weniger Menschen für den Bau der Pyramiden herangezogen wurden, als es die altägyptische Überlieferung hat glauben lassen.

Aufgrund von Datierungsinschriften auf einzelnen Pyramidensteinen wissen wir, daß an den Pyramiden ganzjährig gearbeitet wurde, und nicht – wie früher angenommen – nur während der Überschwemmungszeit, wenn auf den Feldern nicht gearbeitet werden konnte. Diese falsche Annahme ging auch davon aus, daß zum Bau der Pyramiden ein riesiges Arbeiterheer vonnöten war, das nicht einfach von der Feldarbeit abgezogen werden konnte. Heute wird mit weit weniger spektakulären Zahlen gearbeitet. Wahrscheinlich arbeiteten selbst an der größten Pyramide Ägyptens nur rund 20.000, vielleicht 30.000, Männer und Frauen; und das war etwa ein Prozent der damaligen Gesamtbevölkerung Ägyptens. Von diesen waren etwa 5.000 gut geschulte Bauarbeiter und Steinmetze, weitere 5.000 Arbeiter, welche die Steine transportierten, 5.000 Arbeiter in verschiedenen Steinbrüchen und 5.000 Männer und Frauen, die für die Verpflegung zu sorgen hatten.

Ohne Computer sicher ein logistisches Wunderwerk. Aber wir müssen berücksichtigen, daß die Ägypterinnen und Ägypter ein Jahrhundert Zeit hatten, sich eine entsprechende Logistik bereitzulegen. Denn die ersten größeren Grabmäler waren von der Aufgabenstellung noch überschaubar; und auf den daraus gewonnenen Erfahrungen konnten die ägyptischen Baumeister sukzessive aufbauen. Auch dürfen wir uns den Bau der Pyramide nicht wie den Bau heutiger Wolkenkratzer mit klaren Terminvorgaben, Konventionalstrafen und massiver Arbeitshetze vorstellen. Allerdings war die Arbeit hart, so hart wie der Stein, den es zu bearbeiten galt.

Die Hartgesteinbearbeitung war im alten Ägypten eine alltägliche Arbeit, bei der es nicht wie heutzutage unter Wettbewerbsbedingungen vor allem darauf ankam, schnell und effizient zu arbeiten. Zeitliche und arbeitstechnische Rentabilität spielten damals nur eine untergeordnete Rolle; Arbeitskräfte standen uneingeschränkt und dauerhaft zur Verfügung. Die einzelnen Tätigkeiten wie etwa das Sägen, Bohren und Reliefieren waren sicherlich kompliziert und langwierig. Für diese Arbeiten kamen meist nur Spezialisten in Frage […]. Werkzeuge wie Meißel und Sägen […] wurden im Alten Reich in der Regel aus Kupfer gefertigt. Als dazugehöriges Schleifmaterial stand den Ägyptern kristalliner Quarz [also: Wüstensand] in ausreichender Menge zur Verfügung, der zwar aus heutiger Sicht […] kein besonders günstiges, aber in Anbetracht der vorhandenen Arbeitskräfte und der Zeitvorgaben [ein] durchaus effektives Schleifmittel darstellte. [2]

Selbst der Transport der Steine bis zur Spitze der Pyramiden war kein Hexenwerk. Über Rampen ließen sich Steine in größere Höhen bewegen; und wahrscheinlich war die Rampentechnik ausgefeilter, als wir uns das heute vorstellen können. So konnten zum Abschluß der Pyramide sogar tonnenschwere Steine über 100 Meter hoch befördert werden. Man hatte Zeit und genügend Arbeitskräfte. Das reichte.

Ob die Arbeiterinnen und Arbeiter dabei so glücklich waren, ist natürlich eine ganz andere Frage. Doch es gibt keine Anzeichen dafür, daß es sich um Sklavinnen– oder Sklavenarbeit gehandelt hat. Neben den speziell ausgebildeten Fachkräften wurden wahrscheinlich aus ausgewählten Regionen die restlichen benötigten Arbeitskräfte ausgewählt und für ihre Arbeit bezahlt. Tarifverträge wird es allerdings keine gegeben haben.

Michael Haase nimmt die drei Pyramiden des Königs Snofru zum Anlaß, anhand genau dieser drei Pyramiden den Entwicklungsfortschritt beim Pyramidenbau darzustellen. Ganz offensichtlich hatten die Erbauer der ersten Pyramiden ganz massive Probleme – und zwar im doppelten Sinn des Wortes – mit statischen und Gewichtsproblemen. Sie mußten lernen, wie sorgfältig Steine aneinander zu setzen waren. Sie mußten lernen, auf ein solides Fundament zu achten. Und sie mußten lernen, daß ausgedehnte unterirdische Grabkammersysteme die Stabilität der Pyramiden gefährdeten. Die Knickpyramide von Dahschur zeigt dann auch deutlich, worin die Probleme bestanden haben. Um diese Pyramide vor dem Einsturz zu retten, wurde der Neigungswinkel des äußeren Steinmantels verändert. Zwar erreichte diese Pyramide daher nicht die geplante Höhe, aber es konnten 400.000 Tonnen Gewicht eingespart werden.

Die drei Pyramiden König Snofrus, der etwa von 2620 bis 2580 lebte, waren die ersten echten Pyramiden. Die vorherigen Grabbauten bestanden aus übereinander gebauten Stufen, weshalb sie in der Literatur auch Stufenpyramiden genannt wurden. Warum Snofru den letzten Schritt gegangen ist, auf die vorhandenen Stufen eine glatte Außenhülle zu errichten, ist unklar. Tatsache ist, daß er es war, der diesen Schritt befahl. Michael Haase beleuchtet also König Snofru und die Pyramiden von Dahschur. So lautet auch der Untertitel seines Buches über Das Feld der Tränen. Doch leider erfahren wir über die konkreten Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter wenig. Insofern ist der Titel des Buches – also Das Feld der Tränen – ein wenig irreführend. Es ist im Ullstein Verlag erschienen und kostet 22 Euro 95.

Passend dazu aus dem Album Superstition von Siouxsie and the Banshees das Stück Cry.

Siouxsie and the Banshees : Cry

 

An den Ufern des Nils

Besprechung von : Edda Bresciani – An den Ufern des Nils, Theiss Verlag 2002, € 29,80

Verweilen wir doch noch ein wenig im alten Ägypten. Die Glaubensvorstellungen der Menschen im Nilland mögen uns heute seltsam vorkommen, doch was mögen unsere Nachfahren über die unseren denken? Für wie bescheuert müssen uns unsere Nachfahren in ferner Zukunft halten, wenn sie uns dabei betrachten, wie wir einigen Papierfetzen und runden Metallplättchen nachjagen?

Buchcover E. Bresciani An den Ufern des NilsKönig Snofru, der Erbauer der ersten Pyramide, galt in der ägyptischen Überlieferung als idealer Herrscher. Sein Name war jedoch auch als politisches Programm gedacht; er war derjenige, der Vollkommenheit erzeugt.

Als Inhaber des göttlichen Herrscheramts sollte er für Kontinuität sorgen sowie Stärke und Schöpferkraft des Königtums beweisen. [3]

Nun ist es sicher eine interessante Frage, wie diese Weltanschauung entstanden ist. Leider ist dies eine Frage, die sich Edda Bresciani in ihrem Buch An den Ufern des Nils, das vom Alltagsleben zur Zeit der Pharaonen handelt, nicht stellt. Allerdings können wir hier auch nur Vermutungen anstellen. Die europäische Geschichte des Mittelalters kennt ja die Vorstellung vom Königtum von Gottes Gnaden. Hier wurde eine ideologische Legitimation konstruiert, welche die Untertanen daran hindern sollte, die gegebene gesellschaftliche Ordnung anzuzweifeln.

Möglicherweise haben wir es in Ägypten bei der Vorstellung, der Pharao sei der Sohn eines Gottes, mit einem ähnlichen Phänomen zu tun. Das bedeutet, daß auch hier die Untertanen daran gewöhnt werden mußten, die herrschende Ordnung zu akzeptieren. Sie mußten lernen zu akzeptieren, daß ein Teil des gesellschaftlich erzeugten Mehrprodukts an Priester, Fürsten und Könige abgeliefert werden mußte. Möglicherweise sind die Kriege zwischen Ober– und Unterägypten zwischen etwa 3200 und 2700 dann auch mehr gewesen als Machtkämpfe zweier rivalisierender Königreiche. Vielleicht haben auch hier die Untertanen eine Chance gesehen, sich durch Rebellion und in Stammesfehden davor zu schützen, ausgebeutet und ausgeplündert zu werden.

Dann nämlich könnten die Pyramidenbauten eine weitere Funktion gehabt haben, nämlich die Verwendung des abgepreßten Mehrprodukts zum Zweck der Macht und Machterhaltung zu dokumentieren und damit auch zu legitimieren. Und dann mußte Pharao Snofru nach der mißglückten Knickpyramide von Dahschur eine zweite bauen, weil die erste als Dokument der Macht mißlungen war.

Wie gesagt, über solche Fragen reflektiert Edda Bresciani in ihrem Buch über das Alltagsleben der Ägypterinnen und Ägypter leider nicht. Ein zweites Manko ihres Buches, für das sie aber nichts kann, ist die Quellenlage. Nur die herrschende Schicht (oder besser gesagt: Klasse) hatte überhaupt die Möglichkeit und die finanziellen Mittel, für die Nachwelt und ihre eigene Unsterblichkeit Grabbauten oder Steinmonumente wie Pyramiden oder Tempel zu hinterlassen. Dies jedoch sind unsere fast einzigen Quellen über den ägyptischen Alltag.

Wir müssen hierbei also berücksichtigen, daß hier der Alltag entweder der herrschenden Klasse dargestellt wird oder die idealisierte Form dessen, wie sich die herrschende Klasse die Ordnung der Welt, also ihrer Welt, vorgestellt hat. Ähnlichkeiten zu den Monumenten heutiger Macht sind nicht zufällig. Was heute Kunst ist, bestimmen ja auch diejenigen, die über Macht, Einfluß und Geld verfügen. Graffiti hingegen gelten beispielsweise nicht als Kunst, sondern als strafbare Schmiererei. Wer die Macht hat, hat also auch die Definitionsmacht.

Siouxsie and the Banshees : Drifter

Das Ägypten der Pharaonen lag an den Flußufern des Nil. Zwar haben die ägyptischen Heere zeitweise auch den heutigen Sudan, die Sinai–Halbinsel und die vorderasiatischen Gebiete bis hin nach Syrien besetzt, aber das Kerngebiet war und blieb die Nillandschaft.

Die ägyptische Landschaft, schreibt Edda Bresciani, ging westlich und östlich des feuchten grünen Streifens, den das Schwarze Land (also Ägypten) bildete, abrupt in die trockene Farbe des Wüstensands über, wo der rote Gott Seth sein Reich hatte. Weniger trocken als heute, war die Wüste von Straußen, Gazellen, wilden Rindern, Antilopen, Löwen und Panthern bevölkert. Da aus diesen Gebieten auch die äußeren Feinde Ägyptens kamen – Asiaten, Libyer, Nubier –, war die Jagd auf die Tiere der Wüste zu einem Sinnbild des Siegs des Pharaos über die feindlichen Kräfte geworden. [4]

Wie bei einer solch geschilderten Lebenseinstellung die Ägypterinnen und Ägypter als nicht rassistisch, gastlich und kosmopolitisch beschrieben werden können, ist mir nicht klar. Dennoch scheint es so gewesen zu sein, daß beides zusammen möglich war.Ägypten kolonisierte einerseits die umgebenden Gebiete mit Pfeil und Schwert. Es erbaute Tempel in den kolonisierten Gebieten auch aus propagandistischen Gründen. Man und frau akzeptierte andererseits die Verehrung fremder Gottheiten oder wenn sich Kaufleute aus dem Ausland niederlassen wollten.

Gewisse Parallelen zu heute sind nicht zufällig. Wir internieren Flüchtlinge in Asylbewerberheimen, Abschiebeknästen oder direkt im Frankfurter Flughafen, die dort herkommen, wo noch heute der westlich dominierte Internationale Währungsfonds Drittweltländern diktiert, wie sie ihre Wirtschaft im Interesse des freien Handels auszurichten haben. Auch werden dort – analog zu den ägyptischen Propagandatempeln – die Glitzerpaläste der multinationalen Konzerne und Banken errichtet.

Doch gastfreundlich, wie dieses Land bekanntlich ist, akzeptieren wir fremdländische Folklore als Bereicherung unserer Kulturindustrie und nennen das dann Multi–Kulti. Ob das im alten Ägypten ähnlich war?

 

Beverly Hills in Memphis und Theben


Der Ackerbau bildete die Grundlage der Wirtschaft des Landes. Sie war durch den Umstand der Nilschwelle begünstigt, die gerade passend im Sommer kam, so daß die Arbeiten auf den Feldern in ihrem Rhythmus durch das Hochwasser des Flusses bestimmt wurden. […] Es war zur Vermeidung der Gefahr von Hungersnöten existenziell wichtig, sowohl ein engmaschiges Kanalisierungssystem für das Wasser zu organisieren als auch die Kanäle frei zu halten. Diese Aufgaben wurden vom Staat streng kontrolliert. Der fruchtbare Boden, den der Nil bei seinem Rückzug zurückließ, war leicht zu pflügen und zu hacken und auch die Aussaat war mühelos. Diese Arbeiten wurden allesamt häufig von Frauen verrichtet. Damit die Samen in die Furchen eindrangen, wurden sie von Schweinen oder Schafen eingetreten. [5]
Die Bauern lebten hauptsächlich im Freien. Ihre Häuser waren einfache Lehmhütten, die mit Rohr und Blattwerk gedeckt waren. Ihre Einrichtung war auf das Minimum beschränkt. Sie bestand aus Matten, einigen Kisten zur Aufbewahrung von Kleidern, Wäsche und verschiedenem Schmuck. Ebenso gehörte Geschirr dazu, zweifellos aus Terrakotta, eine Unmenge an porösen Tonkrügen zur Frischhaltung von Wasser, zahlreiche Körbe aus geflochtenen Binsen sowie Seile jeder Art […]. [6]

Die Diskrepanz zum Reichtum der Pharaonen fällt natürlich ins Auge. Und während die von Räubern unentdeckten Grabkammern einen unglaublichen Reichtum hinterließen, blieb von den Siedlungen der einfachen Ägypterinnen und Ägypter wenig erhalten. Lehm war das grundlegendste Baumaterial, sogar Pyramiden sind aus Lehmziegeln gebaut worden. Er wurde in Holzformen zu Ziegeln unter Beimengung von zerkleinertem Stroh geformt. Das Baumaterial lag sozusagen auf der Straße. Diese Bauweise hat sich bis heute erhalten.

Die großen Städte wie Memphis oder Theben waren sehr ausgedehnt und dicht bevölkert. Die Paläste und Villen waren mit Laubengängen und Säulen ausgestattet und von Gärten mit kleinen Seen umgeben,

(Beverly Hills?)

während die Viertel mit den Häusern der gewöhnlichen Bevölkerung oft mehrere Stockwerke besaßen und an engen, unregelmäßigen Gassen aneinandergereiht waren. Weite Stadtviertel waren den Tempeln, den aus Stein erbauten Wohnstätten der Götter, vorbehalten. [7]

Arm und Reich waren also sichtbar getrennt. Und die Glaspaläste von heute dulden bekanntlich auch keine Slums neben sich. Damit der Reichtum zur Erhaltung der Macht auch floß, war die Wirtschaft Ägyptens auf den Pharao ausgerichtet:

Die Wirtschaft Ägyptens basierte auf den Erträgen der Landgüter des Königs und der Tempel sowie aus den Steuern, die auf privaten Grundbesitz erhoben wurden. Ein ganzer Verwaltungssektor und hoch entwickelter bürokratischer Apparat registrierte und leitete die an den Staat abzuführenden Naturalienabgaben. Ihr Umfang richtete sich nach der Größe der Ländereien und dem Erfolg des jeweiligen Jahres, der […] in Relation zur Nilschwemme bemessen wurde. Große Ländereien gehören dem König und den Tempeln, während die privaten Besitztümer in der Regel recht bescheiden waren. König und Tempel verpachteten ihr Land in Halbpacht, d.h. sie erhielten die Hälfte der jeweiligen Erträge. Da sie die Ländereien nicht direkt bestellten, mußten die Pächter die Mittel zur Bezahlung der Bauern und der Steuereintreiber aus der Hälfte des Ertrags bestreiten. Die Bauern ihrerseits hatten ein Grundstück in Pacht, das normalerweise nicht größer als anderthalb Hektar war. [8]

Obwohl das Gebiet am Nil relativ klein war, war es ausreichend, um etwa vier Millionen Menschen zu ernähren. Es gab auch Lohnarbeit, zum Beispiel für die Arbeiter an Grabbauten. Zwangsarbeit war nur für Kriegsgefangene oder verurteilte Kriminelle üblich.

Lohn wurde in Naturalien entrichtet: Getreide, Öl, Kleidung, auch Gemüse und Fisch; gelegentlich gab es Salz, Wein, süßes Bier und andere Luxusgüter. Die den Handarbeitern als Entlohnung gegebenen Rationen waren anscheinend gehaltvoller als die für einen sitzend Beschäftigten; das bedeutet, daß man um ihren höheren Kalorienbedarf wußte. [9]

Zwar gab es keine Tarifverträge, aber offensichtlich festgesetzte Arbeitszeiten, zumindest bei staatlichen Bauprojekten.

Am Tag wurde acht Stunden gearbeitet, vier vormittags und vier nachmittags. Wir kennen auch den Namen wenigstens eines für die kranken Arbeiter verantwortlichen Arztes. Es war Urlaub für körperlichen und geistigen Ausgleich vorgesehen, und zwar ziemlich häufig. Man arbeitete nicht an jedem Monatsersten, an den beiden letzten Tagen jeder Dekade (der Monat war in drei Dekaden eingeteilt) und außerdem während der offiziellen Feiertage. [10]

Allerdings gab es keine Altersbegrenzung für Arbeit und auch keine Rentenansprüche. Doch war wohl auch die Lebenserwartung kaum mit der unseren zu vergleichen. Daß die herrschende Klasse sicher durchschnittlich länger gelebt hat als die einfachen Untertanen, ist anzunehmen.

Siouxsie and the Banshees : Little Sister

 

Frauenhaß

Edda Bresciani stellt in ihrem Buch An den Ufern des Nils nicht nur das Arbeits– und das Wirtschaftsleben vor, sondern auch das Familienleben; zumindest das Familienleben, wie wir es von der herrschenden Klasse erwarten können.

Recht hübsch, schreibt sie, sind die Szenen in den ägyptischen Gräbern, auf denen die Herren des Hauses dargestellt sind. Die Ehefrau legt zumeist den Arm um den Rücken des Mannes, oder umgekehrt. [...] Jedoch dürfen wir uns keine allzu konventionelle und idyllische Vorstellung von der altägyptischen Gesellschaft und Familie machen. [11]

Mütter enterbten ihre Söhne, wenn sie im Alter vernachlässigt wurden. Kinder klagten über die Grausamkeit ihrer Väter. Nichts Neues also in der zivilisierten Welt. Ob Edda Bresciani jedoch bei der Liebesheirat einer Verklärung der Reichen und Mächtigen auf den Leim gegangen ist, läßt sich leider nicht klären. Sie schreibt:

Die Ehe war im alten Ägypten im Wesentlichen eine gesellschaftliche Angelegenheit: der Wille zweier Personen, zusammen zu leben: eine Entscheidung daher, aus der jeder religiöse Aspekt ausgeschlossen blieb, aber auch jede staatliche Kontrolle. Der Augenblick der Hochzeit, d.h. des Beginns des Zusammenwohnens (dabei waren Verträge zwischen den beiden Familien möglich […]) wurde wahrscheinlich durch ein Fest oder eine Zeremonie feierlich begangen. Die erhalten gebliebenen Liebesgedichte lassen vermuten, daß die Wahl des Ehegemahls frei auf Sympathie und gegenseitiger Anziehung basierte. Zudem schließen sie nicht aus, daß voreheliche Beziehungen eine Garantie für das Zusammenleben sein konnten, weil die gegenseitige Verträglichkeit dabei ihre Probe aufs Exempel bestanden hatte. [12]

Lassen wir hier einmal die Illusionen über Anziehung, Verträglichkeit und Liebesheirat außer acht. Frauen erfahren meistens zu spät, wen sie sich da geangelt haben. Dennoch:

Das Gesetz konzedierte der Frau dieselben Rechte wie dem Mann. Die ägyptische Frau, egal ob verheiratet, ledig oder geschieden, handelte als juristisch unabhängige Person und konnte in eigenem Namen jeden gesetzlichen Akt vollziehen. Im Fall der Scheidung waren für denjenigen Mann schwere Verpflichtungen vorgesehen, der die Ehe ohne Schuld der Frau auflösen wollte. [13]

Ob hier auch die männliche Doppelmoral für andere Tatsachen sorgte? Das heißt, das Frauen verstoßen werden konnten, weil sie immer schuld waren? Nun, so einfach war es offensichtlich nicht. Aber Anhaltspunkte für Vorstellungen männlicher Doppelmoral lassen sich womöglich an anderer Stelle finden, nämlich wenn Frauen charakterisiert werden, die ihre Freiheit wohl etwas zu ernst nehmen:

Es gab Frauen, die Angst machten, auf die man vor den jungen Leuten mit den Fingern zeigte, damit sie diese meiden konnten. Vor ihnen mußte man sich hüten, wie die Verfasser der zahlreichen Lehren, die uns […] erhalten sind, beharrlich raten. Es handelt sich da um unheilvolle Frauen, hochstapelnde Verheiratete, gierig nach Vergnügungen, Frauen, die man nicht kennt und von denen man schlecht spricht. [14]

Ob es solche Vorsichtsmaßregeln auch für Männer gab? Wohl kaum. Edda Bresciani schreibt dazu:

In den ägyptischen Erzählungen wird die Frau häufig negativ dargestellt, denn in vielen Geschichten erscheint sie als frivol, verführerisch und verderblich für den Mann, der ihr Opfer ist – [15]

und es gibt das ägyptische Sprichwort Eine Frau, ein Weh hierzu. Die ägyptische Literatur gab vielleicht ein genaueres Bild vom gesellschaftlichen Ansehen der ägyptischen Frauen, als dies die Idylle des Familienlebens der Inschriften und Wandgemälde vermittelt. Edda Bresciani benennt die altägyptische Literatur daher zurecht als frauenfeindlich. Und daher sind die Beamten auch Männer, die Schreiber Männer, die Schüler Männer. Denn wie eine männliche Weisheitslehre verkündet: Eine Frau zu unterweisen, ist wie auf einem sandigen Feld zu pflanzen, dessen Fläche hart ist. Ich hätte mir gewünscht, daß Edda Bresciani auch an anderer Stelle genauer mit der Literatur und Ideologie altägyptischer Nachlassenschaften umgegangen wäre.

Ihr Buch An den Ufern des Nils behandelt das facettenreiche Alltagsleben zur Zeit der Pharaonen, woraus ich einige Facetten herausgepickt habe. Es ist im Konrad Theiss Verlag zum Preis von 29 Euro 90 erschienen und trotz meiner Kritik für all diejenigen empfehlenswert, die mehr über das Alltagsleben (wenn auch meist das Alltagsleben der herrschenden Klasse) erfahren wollen.

Und das Buch Das Tal der Tränen von Michael Haase, das dann doch weniger die Tränen der Arbeiterinnen und Arbeiter zum Thema hat, und mehr die Geschichte des Pyramidenbaus, ist im Ullstein Verlag zum Preis von 22 Euro 95 erhältlich.

 

Schluß

Trailer Local Heroes [16]

Jingle Alltag und Geschichte

Das war's für heute. Mein kleiner Streifzug durch das alte Ägypten wurde musikalisch begleitet vom Album Superstition von Siouxsie and the Banshees. Anregungen, Fragen oder Kritik könnt ihr wie immer auf meine Voice–Mailbox bei Radio Darmstadt aufsprechen; die Telefonnummer lautet (06151) für Darmstadt, und dann die 8700–192. Oder ihr schickt mir eine Email an: tinderbox <at> alltagundgeschichte.de. Das Sendemanuskript zu dieser Sendung wird in den nächsten Tagen unter www.tinderbox.de.vu erhältlich sein.

Gleich folgt Heinerkult. Und damit verabschiede ich mich. Für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt war am Mikrofon Walter Kuhl.

Siouxsie and the Banshees : Shadowtime

 

 

ANMERKUNGEN

 

[1]   Zu finden hier.
[2]   Michael Haase : Das Tal der Tränen, Seite 193
[3]   Haase Seite 53
[4]   Edda Bresciani : An den Ufern des Nils, Seite 18
[5]   Bresciani Seite 33
[6]   Bresciani Seite 37–38
[7]   Bresciani Seite 45
[8]   Bresciani Seite 92
[9]   Bresciani Seite 93
[10]  Bresciani Seite 94
[11]  Bresciani Seite 105
[12]  Bresciani Seite 106
[13]  Bresciani Seite 106
[14]  Bresciani Seite 146
[15]  Bresciani Seite 147
[16]  Sendung bei Radio Darmstadt

 

 

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Januar 2006 aktualisiert.
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