Tinderbox, 25. Folge

Ornaments of Gold

Neoliberale Glasperlen

 

 

SENDEMANUSKRIPT

 
Sendung :
Tinderbox, 25. Folge
Ornaments of Gold
Neoliberale Glasperlen
 
Redaktion und Moderation :
Walter Kuhl
 
gesendet auf :
Radio Darmstadt
 
Redaktion :
Alltag und Geschichte
 
gesendet am :
Montag, 18. März 2002, 17.00–17.55 Uhr
 
wiederholt am :
Dienstag, 19. März 2002, 00.00–00.55 Uhr
Dienstag, 19. März 2002, 08.00–08.55 Uhr
Dienstag, 19. März 2002, 14.00–14.55 Uhr
 
 
Besprochene und benutzte Zeitschrift :
Archäologie in Deutschland, Heft 2/2002, Theiss Verlag
 
Playlist :
  • Siouxsie and the Banshess : Carousel
  • Siouxsie and the Banshees : Burn Up
  • Siouxsie and the Banshees : Ornaments of Gold
  • Siouxsie and the Banshees : Turn To Stone
  • Zion Train : Wallaby
 
 
URL dieser Seite : http://www.waltpolitik.powerbone.de/tinderbx/tinder25.htm
 
NAVIGATION
 Startseite 
 Neu auf der Homepage 
 Stichwortsuche 
 Orientierung verloren? 
 Abstract in English 
 
SENDUNGEN
 Geschichte 
 Kapital – Verbrechen 
 RadioweckerbuttonRadiowecker – Beiträge 
 Specials 
 Tinderbox 
 Nächste Sendung 
 Vorherige Sendung 
 Nachfolgende Sendung 
 
SERVICE
 Besprochene Bücher 
 Sendemanuskripte 
 Veröffentlichungen 
 Bisheriges Feedback 
 WaltpolitikbuttonEmail an Walter Kuhl 
 Rechtlicher Hinweis 
 
LINKS
 Radio Darmstadt (RadaR) 
 Alltag und Geschichte 
 RadioweckerbuttonRadiowecker – Redaktion 
 Archäologie in Deutschland 
 Siouxsie and the Banshees 
 

 

Inhaltsverzeichnis

Kapitel 1 : Einleitung
Kapitel 2 : Filmkarussell – Wahn oder Wirklichkeit?
Kapitel 3 : Neoliberalismus als ideologische Waffe
Kapitel 4 : Olympische Spiele
Kapitel 5 : Jammernde Spargelbauern
Kapitel 6 : Nachhaltige Tierhatz im Einklang mit der Natur
Kapitel 7 : Schluß
Anmerkungen zum Sendemanuskript

 

Einleitung

Jingle Alltag und Geschichte / Tinderbox

Tinderbox
Fünfundzwanzigster Teil
Ornaments of Gold
Neoliberale Glasperlen

Siouxsie and the Banshees : Carousel

Carousel von Siouxsie and the Banshees aus ihrem Album Peepshow aus dem Jahr 1988.

Du kletterst hinauf und schaust hinter ihre wachsamen Augen und helfenden Hände
Eine blau bemalte grimmige Henne mit roten Augen will dich verschlucken
Ein Drache schwebt im Sturzflug auf der Verfolgung der Hände, die dich festschnallen
Ihre freundlichen Augen werden dir nicht beistehen
  Ihre winzigen Hände und Füße
  die ach so kleinen Herzen, die keinen Schlag auslassen

Groteske Zwerge in Spiegelsälen gerupft und steif
Tausende von dir starren durch schmerzvolle Jahre zurück
und erinnern sich an diese Gefühle wie in einem Horrorfilm
Die Malkastentöne und die wild fliegenden Ballons mit ihren wachsamen Augen
lassen dich in Ohnmacht fallen
Gemalte Gemeinheit in gespenstischer Farbe
Ein murrendes Pferd wartet auf dich
Sein Motor schwirrt und Farben kräuseln sich in deinem Kopf
Die Monster wirbeln
  Saug ein saug aus
  Die Zeit steht still
  Rundherum zurück
  Karussell
  Du erinnerst dich gut an alles [1]

Es ist dein Karussell des Lebens und ähnelt doch sehr dem Hamsterrad unserer alltäglichen Mühle, in der wir drinstecken und oft genug nicht herauskommen. Heute dreht sich euer Karussell wieder zu den Tönen und Worten meiner Sendereihe Tinderbox. Für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt begrüßt euch Walter Kuhl.

Manchmal fragt man und frau sich, was sich Songschreiberinnen und Liedtexter dabei gedacht haben, als sie ihre Worte und die Musik zusammen gebracht haben. In vielen Fällen ist dies herzlich irrelevant. Wer will schon so genau wissen, welch Flachsinn die drei Hits am Stück, mit denen wir alltäglich belästigt werden, so von sich geben. Manchmal ist es einfach gut, daß diese Hits in einer Sprache geschrieben und gesungen wurden, die wir nicht so genau verstehen. Manchmal ist es aber eben doch ganz interessant zu erfahren, worum es denn geht.

Steve Severin, der Bassist von Siouxsie and the Banshees erklärte 1989 in einem Interview, wovon Carousel handelt.

Carousel versucht daran zu erinnern, wie es war, ein Kind zu sein. Es ist ein Stückweit wie in einem Kinofilm und das erinnert mich an Filme wie den Horrorstreifen Funhouse oder an Hitchcock's Der Fremde im Zug, mit diesem Karussell am Ende des Films. Es ist nicht besonders gruselig, aber es gibt ein grobes Gefühl wider. Ich denke, wir haben da noch Caligari mit hineingeworfen. [2]

Die Cineasten und Kinogängerinnen unter uns mögen verstehen, wovon Steve Severin spricht, doch ich vermute einmal, daß die wenigsten von euch, die mir jetzt zuhören, mit diesen locker dahingesagten Filmbrocken etwas anfangen können.

Kindheitserinnerungen als Horrorfilm – wieviel Verdrängung mag mit uns geschehen sein, daß wir wohl eher ungläubig zuhören und nicht verstehen wollen. Doch das Leben für Kinder in dieser wunderbaren Welt ist wahrlich kein Zuckerschlecken, auch wenn man und frau sich manchmal danach zurücksehnen mag. Kindheit ist Vorbereitung auf die Realitäten des Erwachsenenlebens; und vieles muß für Kinder absolut unverständlich und sinnlos erscheinen.

Entfremdung und das Akzeptieren der herrschenden Werte und Normen will erlernt sein. Und was ist besser dafür geeignet als ein idyllisches Familienleben und eine Schulbildung, die eher den Begriff Schuldressur verdient? Die Freude an der nicht selbstbestimmten Arbeit kommt nicht von selbst; wir müssen erst dazu gebracht werden, freudig zu akzeptieren, daß es eine Wohltat des Kapitalismus ist, uns Arbeit zu geben. Philanthropie heißt das bei den Reichen.

Die Hälfte der Menschheit kann nicht einmal an dieser grotesken Arbeits– und Warenwelt teilhaben. Sie wird einfach ausgegrenzt. Welch bittere Kindheit damit verbunden ist, dürfte wohl über unseren geistigen Horizont gehen. Wer will schon an sich heranlassen, was es für die andere Hälfte der Menschheit bedeutet, wenn wir uns irgendwie in unserem Karussell zumindest an ein paar Brosamen der glitzernden Warenwelt erfreuen dürfen.

 

Filmkarussell – Wahn oder Wirklichkeit

Die Kindheit als Horrorfilm. Oder die Grotesken, die das Leben so spielt. In Alfred Hitchcocks Film Der Fremde im Zug begegnet der Tennisprofi Farley Granger dem Psychopathen Robert Walker, der ein glühender Bewunderer Grangers ist. Da er von Grangers zerrütteter Ehe weiß, bietet er ihm das perfekte Verbrechen an. Walker tötet Grangers Ehefrau, wenn Granger bereit ist, Walkers Vater zu töten. Da es zwischen dem Tennisprofi und dem Psychopathen keine Verbindung gibt, können beide mit einem wasserdichten Alibi aufwarten.

Doch Granger hält dies für einen schlechten Scherz und vergißt das ganze. Bald darauf wird seine Frau allerdings tatsächlich ermordet und Granger hat hierfür kein wasserdichtes Alibi. Walker erpreßt ihn und fordert den anderen Teil der Abmachung ein. – Alfred Hitchcock ließ für diesen Film auf der Ranch des Regisseurs Rowland Lee einen kompletten Vergnügungspark aufbauen – mitsamt dem von Steve Severin erwähnten Karussell. [3]

Im 1919 gedrehten Kabinett des Dr. Caligari verschwimmen Realität und Einbildung auf eine Weise, die es den Zuschauerinnen und Zuschauern nur schwer ermöglicht, den psychologisch untermalten Horror zu durchschauen. Ein junger Mann namens Francis erzählt eine phantastische Geschichte aus einer norddeutschen Stadt, in der es mehrere unerklärliche Morde gegeben hat. Es stellt sich heraus, daß ein Dr. Caligari über einen von ihm hypnotisierten Schlafwandler diese Morde ausgeführt hat.

Francis verfolgt Caligari in eine Irrenanstalt, wo sich herausstellt, daß Caligari der Direktor ist, der selbst verrückt geworden ist. Caligari wird gefaßt und als Patient seiner eigenen Anstalt eingesperrt. Hier endet die Rückblende, und es stellt sich heraus, daß Francis selbst Patient ist, während Caligari der gütige Direktor ist. Caligari stellt fest, daß Francis unter Selbsttäuschungen leidet. [4]

Ähnlichkeiten mit lebenden Personen und ihren Sinneswahrnehmungen sind natürlich rein zufällig und nicht beabsichtigt. Keine Sinnestäuschung ist jedoch, daß wir in unserer Kindheit dazu gebracht werden sollen, unser Leben als Erwachsene völlig normal und selbstverständlich zu finden. Genauso selbstverständlich wie die neoliberalen Zumutungen des Arbeitsmarktes, des Geldverdienens und des Schlangestehens an Supermarktkassen und in den Warteschlangen der Arbeitsämter.

Burn Up fordern uns daher Siouxsie and the Banshees auf.

Eine zerknüllte Zukunft liegt in deiner Hand
Ein Todesstreifen steigt sonnengeküßt auf
und der Anlasser für das Feuer in dir drin
stößt aus einem Blasen bildendem Grinsen heraus
Salamanderkönig ist sein Name
Feuer und Schwefel
Er liebt es, die Häuser brennen zu sehen [5]

Siouxsie and the Banshees : Burn Up

 

Neoliberalismus als ideologische Waffe

Das folgende Stück des Albums Peepshow, das wir gleich hören werden, heißt Ornaments of Gold, das ich mir erlaubt habe, mit Neoliberale Glasperlen zu übersetzen. Womit ich zum Ausdruck bringen möchte, daß uns unser glorreiches Wirtschaftssystem mit demselben Tand abzuspeisen gewohnt ist, wie dies die Kolonisatoren der europäischen Zivilisationsgeschichte auf ihren Raubzügen mit den angeblich Primitiven angestellt haben.

Heute plündert man und seltener frau die Welt nicht mehr so offensichtlich aus. Heute wird uns die Globalisierung als unsere Chance auf Teilhabe an der weltweiten Ausplünderungstour verkauft. So wird an unser Eigeninteresse appelliert, so werden wir zur stillschweigenden oder sogar aktiven Billigung zutiefst unmoralisch und asozialer Zustände motiviert. In den Worten von Pierre Bourdieu:

Überall, den lieben langen Tag hört man (und das macht den herrschenden Diskurs aus), daß der neoliberalen Weltsicht nichts entgegenzusetzen sei, daß sie doch ganz offensichtlich zutreffe, so als habe [keine und] niemand eine andere Wahl. Doch wenn sie eine derartige Banalität besitzt, dann weil an ihr eine umfassende Arbeit symbolischer Einprägungen stattfindet, die Journalisten und einfache Bürger[innen] wiederholen läßt, was von bestimmten Intellektuellen ganz gezielt in Umlauf gebracht wird. Mir scheint, daß der Wissenschaft angesichts dieser stetigen und schleichenden Durchsickerung eines regelrechten Glaubens keine geringe Aufgabe zukommt. Vor allen Dingen könnte sie der Produktion und Zirkulation dieses Diskurses nachgehen. Es gibt immer mehr Arbeiten, in England, in den Vereinigten Staaten [und] in Frankreich, die sehr genau beschreiben, wie diese Weltsicht erzeugt, verbreitet und eingetrichtert wird. Eine ganze Reihe von Untersuchungen [hat] gezeigt, daß sowohl in England als auch in Frankreich Intellektuelle, Journalist[inn]en und Geschäftsleute eine höchste nachhaltige Gemeinschaftsarbeit verrichtet haben, um jene neoliberale Wertvorstellung als selbstverständlich durchzusetzen, die doch im Grunde nur eine in ökonomischen Rationalisierungen gekleidete Wiederholung der maßgebenden Vorurteile eines allezeit und allerorts zutiefst konservativen Denkens ist. Ich denke dabei etwa an eine Untersuchung über die Zeitschrift Preuves, die von der CIA bezahlt und von bedeutenden französischen Intellektuellen unterstützt wurde. [Die] während 20 oder 25 Jahren ([denn] es braucht Zeit, damit Falsches zu Wahrem wird) anfangs gegen den Strom, unermüdlich jene Vorstellungen produziert hat, die nach und nach wie selbstverständlich geworden sind. […] Diese vor langer Zeit begonnene Arbeit der Einprägung dauert bis heute an. Immer wieder, und in Abständen von wenigen Tagen, läßt sich wundersamerweise in allen […] Zeitungen, mit gewissen Abwandlungen, das Erscheinen von Verweisen auf die wunderbare Wirtschaftslage der Vereinigten Staaten oder Englands beobachten. Diese Art der symbolischen Berieselung, an der die Zeitungen und das Fernsehen in hohem Maße beteiligt sind (meist unbewußt, denn die Leute, die solche Dinge wiederholen, tun dies größtenteils in gutem Glauben), [diese Berieselung also] hat tiefreichende Wirkungen. Der Neoliberalismus zeigt sich uns schließlich im Schein der Unausweichlichkeit. […] Gegen diese [der rationalen Erkenntnis widersprechenden Behauptungen] gilt es anzugehen. Zuerst mit der Offenlegung jener Mechanismen, nach denen sie entstehen und durchgesetzt werden. Doch das genügt nicht, selbst wenn es wichtig bleibt, ihr immer wieder empirische Feststellungen entgegenzuhalten. [6]

Der im Januar [2002] verstorbene französische Soziologe und Philosoph Pierre Bourdieu im Oktober 1996.

Nein, es genügt sicher nicht, die Empirie der Rhetorik entgegenzustellen. Ideologie ist ja nicht nur falsches Bewußtsein von einer Sache, die es nur richtig zu stellen gelte. Argumente sind zwar eine Waffe gegen Ideologie, Dumpfheit und Verlogenheit. Aber sie reichen nicht aus. Denn es geht um Macht. Es geht darum, wer das Recht hat, andere auszubeuten oder wie ausgepreßte Zitronen als nutzlos wegzuwerfen. Es geht also um so banale Dinge wie Geld, Kapitalmacht und Profit.

Und diese banalen Dinge sind dann auch das Thema meiner Sendungen bei Radio Darmstadt. Das ist mein Job hier – der Neoliberalisierung unseres Bewußtseins, unseres Denkens und Handelns etwas entgegenzusetzen. Doch verändern nicht Gedanken die Welt. Sie bedürfen der politisch handelnden Menschen, die diese Gedanken aufnehmen und für ihre – hoffentlich emanzipatorische – Praxis verwenden.

Doch genausowenig, wie der derzeitige Zustand der Welt das Ende der Geschichte bedeutet, genausowenig hat diese asoziale Gesellschaftsordnung eine Daseinsberechtigung. Selbstverständlich reicht es nicht aus, über das Elend und den Reichtum, über Folter und Herrschaft zu reden. Aber mitunter ist es ganz nützlich zu wissen, wer uns anlügt und warum.

Von Margaret Thatcher ist das Diktum überliefert, es gebe keine Gesellschaft, sondern nur Individuen. Und wenn Gesellschaft bloß ein Hirngespinst ist, wozu braucht die Welt dann noch Soziologen? Es schien tatsächlich so, als sei diese Sektion der akademischen Intelligenz, die in den bewegten Jahren nach 68 fast so etwas wie ein Deutungsmonopol hatte beanspruchen können, [als sei diese Sektion] mit dem Siegeszug der neoliberalen Konterrevolution auf die Verliererstraße geraten.

Aber jetzt sind die Soziologen wieder da. Und sie paktieren mit den Gewinnern. In Britannien war es Anthony Giddens, der als enger Berater von Tony Blair das Projekt eines Dritten Weges für New Labour entwarf. In Deutschland hat sich vor allem Ulrich Beck damit hervorgetan, die Risiken und Nebenwirkungen der Globalisierung in Chancen für die ganze Menschheit umzudeuten. […] Pierre Bourdieu plädiert für eine kritische Soziologie, die in der Lage ist, den Ausgeschlossenen eine Stimme zu geben und zugleich ihr Handlungspotential zu stärken. Damit zielt er nicht zuletzt auf eine Erneuerung der Allianz zwischen sozialen Bewegungen und kritischer Intelligenz. [7]

Zu dem, was Pierre Bourdieu 1996 formuliert hat, fallen einer oder einem so manche Assoziation ein. Daß die CIA französische Intellektuelle bei der Produktion ideologischer Gehirnwäsche– (oder sollte ich sagen: Geldwäsche– ?) Theorien unterstützt hat, ist nicht verwunderlich. Aber Neoliberalismus ist kein ureigenes CIA–Projekt, auch wenn die CIA in so manchem Land der Dritten Welt mitgeholfen hat, neoliberale Ausplünderungsdiktaturen einzusetzen, etwa in Chile 1973.

Neoliberalismus ist ein ökonomisches Projekt, das Lösungswege aus der Verwertungskrise der 70er und 80er Jahre sucht. Lösungen, die höchst profitabel sein sollen und deshalb auf unsere Knochen gehen. Daß mindestens die Hälfte der Menschheit nicht einmal das Recht darauf hat, daß ihre Knochen so richtig belastet werden, gehört durchaus dazu. Die Verwertbarkeit von Menschen nach Alter und Geschlecht, nach Leistungsfähigkeit und Gesundheitszustand ist ein zentrales Auswahlkriterium. Fitness ist angesagt.

Dazu am Ende der Sendung noch ein Veranstaltungshinweis.

 

Olympische Spiele

Und deshalb ist die Flut der Sportveranstaltungen mitsamt ihrer Vermarktung im Fernsehen nicht einfach nur ein werbestrategisch–wirtschaftliches Phänomen. Das Internationale Olympische Komitee hatte als Vorbereitung für die Sommerspiele 2000 in Sydney eine Werbekampagne initiiert, nach der die Olympischen Spiele das Beste seien, was die Menschheit anzubieten habe: Gesundheit, Völkerverständigung und Sport.

Das IOC will uns glauben machen, daß die olympische Bewegung über der Politik steht, daß sie ein glücklicher Karneval für die globale Familie ist. Weitaus realistischer beschrieb George Orwell einst den ernsten Sport wegen seiner Förderung von Gewalt, nationalem Haß und Eifersucht als Krieg abzüglich der Schießerei. Tatsächlich geht es bei den Olympischen Spielen um ernste Politik. Während das IOC die besten [Athletinnen und] Athleten der Welt nach dem Motto Höher, schneller und stärker anstachelt, fördert es auch die Interessen der reichsten Länder und Unternehmen der Welt. […]

Von Beginn waren die Olympischen Spiele eng mit den Interessen großer Unternehmen verbunden. Die Spiele von 1900 und 1904 fanden im Rahmen von Handelsmessen statt: die beteiligten Regierungen sahen den Sport als eine Straße zum kommerziellen Erfolg an. […]

Das Sicherheitsbüro der Spiele von Sydney […] hat die Polizei von New South Wales mit einem Handbuch ausgerüstet, das detailliert beschreibt, welches Verhalten im Olympiastadion zulässig ist. Auf der Verbotsliste stehen auch Gegenstände mit kommerziellen Markenzeichen. Das heißt aber nicht, daß die Spiele eine kommerzfreie Zone [waren], sondern es [ging] darum, daß die Sponsoren nicht von konkurrierenden Logos verletzt werden. […] Alle Zeichen oder Kleidungsstücke, die an prominenter Stelle konkurrierende Logos zur Schau stellen, [konnten] entfernt werden. Für diesen Zweck sind etwa fünfzig Jura–Student[innen und –Student]en angeheuert worden, die […] scherzhaft als die T–Shirt–Polizei bezeichnet [wurden]. […]

Die wirkliche Geschichte der Olympischen Spiele zeigt, daß sie nicht dazu beigetragen haben, die Menschheit zu feiern. Sie werden von einem korrupten und undemokratisch organisierten Komitee geführt, das die Leidenschaft und den Enthusiasmus der Menschen für den Sport dazu mißbraucht hat, Millionenprofite für die Reichen einzustecken und über Menschenrechtsverletzungen in den Gastgeberländern hinwegzugehen. [8]

Olympische Spiele im Einklang mit Menschenrechtsverletzungen – dies zieht sich wie ein roter Faden durch diese sportliche Erfolgsstory. Wir müssen dabei nicht einmal an die Kollaboration des IOC mit den Nationalsozialisten denken. 1968 wurde kurz vor den Spielen in Mexico Ciudad eine Studentinnen– und Studentendemonstration zusammengeschossen; Augenzeuginnen und Augenzeugen sprechen von über 1000 Toten. Da dies aber nicht auf dem Platz des Himmlischen Friedens stattfand, sondern in einer diktatorischen Musterdemokratie, hieß es folgerichtig:

The Games Must Go On.

Weiterhin ist etwa an die systematischen Menschenrechtsverletzungen an den Aborigines in Australien oder den über 200–jährigen US–Imperialismus zu denken. Kein Grund jedoch, die Spiele der Völkerverständigung woanders als in Sydney oder Salt Lake City stattfinden zu lassen. Von den nach Beijing vergebenen Sommerspielen einmal ganz zu schweigen. Wenn die Forderung, sie zu verlegen, überhaupt gestellt werden sollte. Denn Sport scheint ja prima mit Mord in Einklang zu bringen zu sein. Manchmal offenbaren sich Zusammenhänge dort, wo keine und niemand sie so recht zu vermuten wagt.

Und wenn ich die Schleife zurück zur neoliberalen Glitzerperlenwelt zurückführen darf, so komme ich nun zu Ornaments of Gold.

Goldene Verzierungen erwärmen meine Seele aus der zunehmenden Kälte
Anbetungswürdiger gesuchter Du
Von Kopf bis Fuß würde ich dich gerne bedecken
und dich mit goldenen Verzierungen ersticken
In Honigtau möchte ich dich einhüllen
Oh Liebster bring goldene Verzierungen an
Schütze unsere Herzen vor dieser grausamen Welt [9]

Siouxsie and the Banshees : Ornaments of Gold

 

Jammernde Spargelbauern

Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind und der Osterhase, sondern auch das unvermeidliche Gejammer der Spargelbauern. Wir müssen Spargel zu Mehl machen, beklagen sie ihr Elend in epischer Breite im Darmstädter Echo vom vergangenen Donnerstag. Fünfhundert offene Stellen würden sie bieten bei einem großzügigen Lohn von 7 Euro – brutto wohlgemerkt –; und dennoch gebe es große Probleme, geeignete Arbeitskräfte zu finden; die fehlen.

Nun sind sieben Euro ein Wahnsinnslohn für die faulen Arbeitslosen, die vom Arbeitsamt verdonnert worden sind, an den Verkaufstheken den Spargel an den Mann und die Frau zu bringen. Kein Wort verliert das Echo über die Hungerlöhne, die für das Spargelstechen bezahlt werden. Diese bewegen sich bei 5 bis 6 Euro die Stunde, und es ist dann auch kein Wunder, wenn sich die Begeisterung, für solch einen Lohn und einen Donnerbalken auf dem Feld sich den Rücken kaputtzumachen, in Grenzen hält.

Bereits im vergangenen Jahr habe es große Probleme im Verkauf gegeben, wird der Spargelbauer Peter Lipp aus Weiterstadt zitiert. Da habe es doch einen pensionierten Gewerkschafter gegeben, der nicht einmal aufgestanden sei, wenn ein Kunde gekommen sei. Der Mann saß seine Zeit ab, solange vormittags keine Kundin an seinen Verkaufsstand kam. Doch als um 11 Uhr 30 dann tatsächlich ein Interessent kam, habe er gesagt: Mittagspause, und sei gegangen.

Da Peter Lipp durch die gesunde Arbeitsmoral dieses pensionierten Gewerkschafters sein Gemüse nicht mehr losgeworden sei, habe er ein Teil der Ernte billig im Großhandel absetzen oder gar zu Spargelmehl für Tütensuppen zermahlen lassen müssen. Selbstverständlich erzählen weder Peter Lipp noch das Darmstädter Echo, warum tatsächlich nicht aller Spargel an den Verkaufstheken in Darmstadt und Umgebung losgeschlagen werden konnte.

Ist es doch seit einigen Jahren so, daß die Anbauflächen für Spargel immer weiter ausgedehnt worden sind, und die allgemeine ganz normale kapitalistische Konkurrenz unter den kapitalistisch denkenden und arbeitenden Großbauern dazu geführt hat, daß einige auf ihrer Ernte sitzen geblieben sind. Im Echo heißt es dann, die faulen Arbeitslosen, die nur mühsam zu gesunder Arbeit in der frischen Luft zu bewegen seien, wären an allem Schuld. Daß Lipp und seine in der Beschäftigungsgesellschaft für ländliche Räume zusammengeschlossenen Bauern das Opfer des ganz normalen kapitalistischen Wahnsinns geworden sind, ist hingegen der gut recherchierenden Zeitung kein Wort wert.

Mühsam sei zudem auch die Suche nach Arbeitskräften aus Osteuropa. Auch hier klagen die Landwirte seit Jahren über Schwierigkeiten. Worin die Schwierigkeiten bestehen, darüber informiert unsere Lokalzeitung natürlich nicht. Noch in den Zeiten der Schwarzgeldkofferregierung wurden Quoten für die Beschäftigung von osteuropäischen Saisonarbeitskräften eingeführt, um deutsche Arbeitslose zumindest für einige Wochen des Jahres aus den Statistiken nehmen zu können. Doch diese Arbeitslosen fanden das gar nicht so lustig.

Waren es damals noch knapp über 10 Mark (brutto wohlgemerkt), die von den Bauern großzügig bezahlt wurden, so großzügig, daß diese Löhne nicht einmal als zumutbar galten und deshalb vom Arbeitsamt bezuschußt werden mußten, so sind Saisonarbeitskräfte aus Osteuropa nicht nur williger, sondern auch billiger. Das Gejammer dreht sich also darum, wieder hundertprozentig zu jeder Ausbeutung bereite Menschen im Dumpinglohnbereich einsetzen zu können. Die fragen dann auch nicht nach Arbeitszeiten, Krankenversicherung und Urlaubsgeld, sondern malochen.

Nun ist nichts dagegen einzuwenden, wenn osteuropäische Saisonarbeitskräfte auf deutschen Spargeläckern beschäftigt werden. Aber dann zu vernünftigen Arbeitsbedingungen. Das schließt Pausenräume, eine Krankenversicherung, von der sie auch etwas haben, und einen Lohn, der in einem halbwegs annehmbaren Verhältnis zur gesundheitsschädlichen Knochenarbeit steht, mit ein.

Meine Position ist ganz klar: kein Mitleid mit der Kleinbourgeoisie. Wer ökonomisch nur überleben kann, wenn er oder sie die Löhne drückt, die Arbeitszeiten überzieht oder bei Schlechtwetter auf die Lohnzahlung ganz verzichtet, macht sich bei mir sicher nicht beliebt. Spargelmehl ist kein Grund, Saisonarbeitskräfte zu schikanieren.

Und wenn der Spargel dann den einen oder anderen Euro mehr kosten würde, dann ist das halt so. Doch diese Rechnung funktioniert ja nicht. Weil alle Spargelbauern ihre Anbauflächen in den letzten zehn Jahren weiter ausgedehnt haben, ohne diesen Spargel auch insgesamt absetzen zu können, überleben langfristig diejenigen, die am billigsten produzieren. Mit dem Arbeitsrecht nimmt man es dann eben zuweilen nicht so genau. Es gibt ja nur ein Recht. Nämlich das Recht der Bauern auf eine angemessene Verkaufsquote.

Der Verkäufer muß flexibel sein. Er kann doch sein Brot essen, wenn gerade weniger oder nichts los ist, [10]

sagt Peter Lipp. Und er muß es ja wissen. Peinlich nur, daß das Darmstädter Echo ganz wirtschaftsfreundlich sekundiert.

Siouxsie and the Banshees : Turn to Stone

 

Nachhaltige Tierhatz im Einklang mit der Natur

Turn To Stone von Siouxsie and the Banshees.

Ob es das ist, was unsere friedenspolitisch zu Kriegstreibern gewendeten Reformökologen ganz esoterisch als Im Einklang mit der Natur bezeichnen? Wahrscheinlich nur, wenn der Spargel biodynamisch unter dem Schein des Vollmonds von Kroatinnen und Polinnen zu Dumpinglöhnen gestochen würde. Wißt ihr übrigens, warum ausgerechnet die weiterstädter Fluren als besonders geeignet für den Spargelanbau gelten? Nun, dann laßt mich eine Geschichte aus vergangenen Tagen erzählen.

Seit Anfang des letzten Jahrhunderts benutzten sowohl die Firma Merck als auch die Stadt Darmstadt die angrenzende weiterstädter Gemarkung, um höchst elegant ihre Abwässer loszuwerden. Den Weiterstädten war dies nicht ganz unangenehm, da die trockenen Sandböden durchaus das – wenn auch belastete – Naß gebrauchen konnten. Damals sank in Südhessen ja noch der Grundwasserspiegel. Ende der 70er Jahre erwuchs allerdings aus dem Ganzen ein Umweltskandal, als nicht mehr zu verheimlichen war, daß die weiterstädter Felder systematisch mit dem als Pestizid verwendeten Nervengift Lindan vergiftet worden waren. Die gemessenen Werte waren derart verheerend, daß den betroffenen Landwirten jegliche Milchwirtschaft und der Anbau vieler Feldfrüchte verboten wurde. Als unproblematisch galten hingegen Spargel– und Erdbeeranbau, weil beide – angeblich – chlorierte Kohlenwasserstoffe (zu denen Lindan gehört) nicht aufnehmen. Dazu kamen noch übermäßig hohe Blei– und Kadmiumkonzentrationen, die jedoch nicht mit der nahe gelegenen Autobahn in Verbindung gebracht werden konnten. An einigen Orten war die Schwermetallbelastung derart hoch, daß eine Sanierung aussichtslos erschien. Zunächst wurde geplant, dort – es paßt ja – eine Mülldeponie zu errichten. Diese aber wurde dann ins benachbarte Büttelborn vergeben. Als zweite – geradezu geniale – Lösung verfiel man darauf, auf diesem extrem verseuchten Boden einen Knast zu bauen. Den Knackis macht es ja auch nichts aus, wenn der knasteigene Brunnen verseucht ist.

Jetzt wißt ihr also, warum Spargel und Erdbeeren in Weiterstadt südlich der B42 besonders gerne angebaut werden. [11]

Doch laßt mich noch kurz auf den Einklang mit der Natur zurückkommen. Exotischen Gesellschaften wird ja besonders gerne ein positives Verhältnis zur Natur nachgesagt, dem wir zivilisationsgeschädigte Mitteleuropäer nacheifern sollen. Nun stellt sich durchaus die berechtigte Frage, ob unsere Vorfahren oder die so gerne zitierten exotischen Gesellschaften wirklich so nachhaltig gewirtschaftet haben. Manche Forschungsergebnisse lassen ein anderes Bild vermuten. In der diesen Monat erschienenen Ausgabe 2 der Zeitschrift Archäologie in Deutschland findet sich ein in dieser Hinsicht durchaus spannender Artikel zur Einwanderung der Aborigines nach Australien.

Der Boden des einstigen Sees im Südosten Australiens ist heute von Sträuchern bedeckt, eine Düne am östlichen Rand bildet einen scharfkantigen erodierten Kamm. Und wer die desolate Landschaft betrachtet, kann sich kaum vorstellen, wie der See vor 40.000 oder 50.000 Jahren ausgesehen hat. Damals waren die Temperaturen niedriger, folglich die Verdunstung weniger stark, so daß sich Seen wie der Lake Mungo mit Wasser füllten. Sie waren voller Fische und Süßwassermuscheln, und in den umliegenden Ebenen lebten vielerlei Beuteltiere wie Känguruhs, Beuteldachse und Hasenwallabys. [12]

Der Lake Mungo legt jedoch auch Zeugnis davon ab, daß die ersten Menschen, die den Boden Australiens betraten, offensichtlich früher ihre Füße auf den Kontinent gesetzt haben, als bislang angenommen. Die Radiokarbonmethode zur Bestimmung des Alters organischer Stoffe ist in der Regel nur bis zum einem Alter von 30.000 Jahren zuverlässig. Ältere Funde lassen sich hingegen nicht genau datieren; Ungenauigkeiten von mehreren 10.000 Jahren sind möglich. Genau diese Ungenauigkeit scheint bei der Datierung eines Bestattungsrituals am Lake Mungo geschehen zu sein. Neueste Untersuchungsmethoden zeigen, daß dieses Begräbnis, das bislang auf ein Alter von 32.000 Jahren bestimmt worden war, um mehr als 20.000 Jahre älter ist. Dies zeigt, daß der australische Kontinent schon vor etwa 60.000 Jahren erstmals besiedelt worden ist. Außerdem legen Fundumstände nahe, daß die ersten Menschen auf australischem Boden auch die unwirtlichen Wüstengegenden besiedelt haben. Bislang war die Forschung davon ausgegangen, daß sich die ersten Menschen nur an der Küste entlang ausgebreitet hatten. Diese neuen Erkenntnisse erklären möglicherweise auch das Aussterben mehrerer riesiger Tierarten.

Nashorngroße Pflanzenfresser wie der Diprodoton, das Riesenkänguruh Sthenarus und der Genyornis, ein straußähnlicher, flugunfähiger Vogel, lebten früher in Australien. [13]

Diese Tiere sind vor rund 45.000 Jahren in Australien ausgestorben, was vermuten läßt, daß der zerstörerische Einfluß des Menschen auf seine Umwelt kein neuzeitliches Phänomen ist. Auch ursprüngliche und angeblich naturverbundene Gesellschaften lebten alles andere als im Einklang mit der Natur – was auch immer für ein ideologisches Konstrukt dies sein mag. Eine nebenbei gewonnene weitere Erkenntnis ist, daß es offensichtlich mehrere Einwanderungswellen von den südostasiatischen Inseln nach Australien gegeben haben muß.

Die Kolonisierung des 5. Kontinents ist ein Beitrag der Märzausgabe der Zeitschrift Archäologie in Deutschland, die auch immer wieder über den Tellerrand Deutschlands oder Europas schaut. Das thematisch vielseitige und interessante Heft 2/2002 ist soeben erschienen und im einschlägigen Buch– und Zeitschriftenhandel für 9 Euro 95 erhältlich.

 

Schluß

Jingle Alltag und Geschichte

Zum Schluß noch ein Veranstaltungshinweis für den heutigen Montagabend – wenn ihr die Wiederholung am Dienstag hört, habt ihr (wahrscheinlich) leider einen spannenden Film verpaßt. Es handelt sich dabei um den Film Der Pannwitzblick. Dieser Montage–Film des Regisseurs Didi Danquart arbeitet mit ungewöhnlichen Bildern über ein ungewöhnliches Thema: die Aussonderung von geistig und körperlich behinderten Menschen.

Propagandafilme verbreiteten die rassen– und sozialhygienischen Theorien der Nazis und rechtfertigten die Vernichtung unwerten Lebens. Euthanasie ist im Zuge der Debatte um Gentechnologie, aber auch durch die Fitness– und Wellness–Welle wieder zum Thema geworden. Der (Pannwitz–)Blick der Nichtbehinderten auf die Behinderung ist geprägt von Angst und Fremdheit, die schließlich in Abwehr und eliminatorische Phantasien umschlägt.

Die eugenischen Theorien der Nazis sind heute mehrheitsfähig. Das Lebensrecht behinderter Menschen wird diesen nicht nur vom organisierten Rechtsextremismus, sondern auch und gerade von neurechten Periodika wie der ZEIT oder der Süddeutschen Zeitung abgesprochen. Die Veranstalterinnen und Veranstalter vom AStA der TU Darmstadt meinen, daß es sich hierbei um Printmedien handele, die irrtümlich der politischen Mitte zugerechnet werden. Ich sehe das anders. Genau das ist die politische Mitte. Menschenrechte gelten nur für die Fitten. Dies wird auch sichtbar im Film, der historische Filmausschnitte mit den Aussagen des beispielsweise von der ZEIT unterstützten Mord–, äh Moralphilosophen Peter Singer und Befürwortern der Sterbehilfe vergleicht.

Der Pannwitzblick – ein Film von Didi Danquart, heute Abend um 20 Uhr im Schloßkeller.

Dies war die 25. Folge von Tinderbox, meiner kapitalismuskritischen Sendereihe mit freundlicher Unterstützung von Siouxsie and the Banshees. Im Anschluß folgt der Originalton Darmstadt mit den Lokalnachrichten aus Darmstadt und Umgebung. Für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt verabschiedet sich Walter Kuhl.

Und wenn ihr euch gefragt haben mögt, was ein Hasenwallaby gewesen ist – ein känguruhartiges Tier –, dann hört ihr hier die Antwort:

Zion Train : Wallaby

 

 

ANMERKUNGEN

 

[1]   Siouxsie and the Banshees: Carousel; eigene Übersetzung
[2]   http://siouxsie.simplenet.com/grand.html
[3]   Inhaltsangaben zu Der Fremde im Zug sind beispielsweise unter hier auf Englisch und hier auf Deutsch nachzulesen.
[4]   Siehe dazu die informative Inhaltsangabe im Internet (auf Englisch).
[5]   Siouxsie and the Banshees: Burn Up; eigene auszugsweise Übersetzung
[6]   Pierre Bourdieu, Der Mythos ‘Globalisierung' und der europäische Sozialstaat, in: Sozialistische Zeitung – Magazin, Ausgabe 14/15, Sommer 2000, Seite 4. Ursprünglich abgedruckt in: Pierre Bourdieu, Gegenfeuer, Universitätsverlag Konstanz.
[7]   Editorial in: SoZ-Magazin 14/15, Sommer 2000, Seite 3
[8]   Zanny Begg, Was bei Olympia wirklich gefeiert wird, in: Sozialistische Zeitung, Nr. 19, 14.9.2000, Seite 13
[9]   Siouxsie and the Banshees: Ornaments of Gold; eigene auszugsweise Übersetzung
[10]  Michael Fritz: Notstand an den Spargelhäuschen, in: Darmstädter Echo vom 14.3.2002, Seite 19
[11]  Hartmut Wardemann, Weiterstadts Jahrhundertbauwerk, Rita G. Fischer Verlag, Frankfurt/M. 1989, Seite 30–31
[12]  AiD 2/2002, Seite 14
[13]  AiD 2/2002, Seite 17

 

 

Diese Seite wurde auf der Grundlage der Fassung vom 2. September 2002 am 30. Dezember 2005 vollständig überarbeitet. Die Links der Anmerkungen wurden nicht überprüft. Das Internet ist ein schnellebiges Medium – es verschwindet mehr in diesem virtuellen Loch als man und frau es ahnt.
Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur.
©  Walter Kuhl 2001, 2002, 2005
Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.
 Startseite 
 Zum Seitenanfang 
 WaltpolitikbuttonEmail an Walter Kuhl 

 

 Vorherige Sendung     Nachfolgende Sendung