Auf dieser Seite gebe ich eine Übersicht über alle meine Beiträge und Sendungen auf Radio Darmstadt, die sich mittelbar und unmittelbar auf Fußball und seine Bedeutung im Kapitalismus beziehen.
Diese Seite ist auch direkt ansprechbar als : www.wkfussball.de.vu
Als kleines Schmankerl habe ich eine Hall of Fame erstellt. In ihr sind Persönlichkeiten aufgenommen worden, die sich in angemessener Weise um den deutschen Fußball verdient gemacht haben. Da ich ganz sicher viele dieser verdienstvollen Personen vergessen habe, bitte ich euch als meine Leserinnen und Leser, mir zu helfen, diese Hall of Fame zu vergrößern. Eine entsprechende Email an mich wäre nett.
Treffender als in einem Kommentar der spanischen Tageszeitung El País vom 22. Juni 2002 kann das Wesen des deutschen Fußballs ohnehin nicht beschrieben werden;: „Die Deutschen spielen weder gut noch schlecht. Sie spielen eigentlich etwas anderes als Fußball, aber am Ende gewinnen sie.“
Inhaltsverzeichnis :
Sendungen und Beiträge
Literaturempfehlung
Hall of Fame
Gedanken zur WM 2002
Public Viewing – Nachbetrachtungen zu einer großen patriotischen Party
Zur Startseite von Waltpolitik
Zur Sitemap von Waltpolitik
URL dieser Seite : http://waltpolitik.powerbone.de/specials/wkfusbal.htm
| SENDUNGEN UND BEITRÄGE |
| 18.11.1997 | Tore lauern überall |
| Vorstellung des Buchs Der Ball ist rund und Tore lauern überall von Eduardo Galeano. | |
| 01.07.1998 | Fußball-Weltmeisterschaft 1998 |
| Zwischenbilanz während eines langweiligen Fußballfestes mit den üblichen schalen Gewürzbeimengungen: Hooligans, Geschrei, Hupen und einer deutschen Nationalmannschaft. | |
| 13.11.1998 | Eintracht Frankfurt |
| Vorstellung des Buches von Ulrich Matheja über die Frankfurter Eintracht. | |
| 12.11.2001 | Radiowecker : Ukraine |
| Gedanken zum Relegationsspiel Ukraine gegen Deutschland. | |
|
Das erste Relegationsspiel zwischen der Ukraine und der Bundesrepublik Deutschland für die Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan hat die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllt. Das 1:1-Unentschieden knüpfte nicht an die großen Tage des deutschen Fußballs an – etwa an das legendäre 2:3 in Cordoba oder das 1:2 gegen Bulgarien bei der WM 1994 in den USA. Der damalige Torschütze Jordan Letchkov wurde bekanntlich anschließend von den begeisterten Anhängern des Hamburger SV weggemobbt. Doch: die Zeiten, in denen der deutsche Fußball die Niederlage des Großdeutschen Reiches im 2. Weltkrieg kompensierte und kompensieren mußte – besonders augenfällig beim WM-Triumph 1954 in Bern –, diese Zeiten sind vorbei. Denn Deutschland unter seinem moralisierenden Außenminister Joschka Fischer und dem Vorzeigealkoholiker Gerhard Schröder schickt sich wieder an, Großmachtpolitik zu betreiben. Und während deutsche Truppen die Freiheit des Marktes und des Profits (auch Menschenrechte genannt) in Afghanistan verteidigen, degeneriert der nicht mehr zur Identitätsstiftung benötigte deutsche Fußball zu einer internationalen Lachnummer. Und das ist – einem bekannten bonmot zufolge – auch gut so. Der Gewinn der Europameisterschaft 1996 war so gesehen ein einmaliger Ausrutscher, der die Misere des deutschen Fußballs übertünchte. Denn schon zwei Jahre später gab es bei der WM ‘98 das grandiose 0:3 gegen Kroatien und bei der Europameisterschaft 2000 den Angsthasenfußball gegen eine portugiesische B–Auswahl – ein fußball-ästhetischer Leckerbissen für jeden Fan und ganz sicher auch für jede Fanin. Doch – wie wir alle wissen – ist die deutsche Fußball-Nationalmannschaft durchaus noch steigerungsfähig. Das 1:5 gegen England, eine bekanntlich international nur zweitklassige Mannschaft, bewies einmal mehr, daß die Mannen um Deisler, Jancker und Kahn die pure Lust am Fußball zu verbreiten vermögen. Gerade auch deshalb ist nur zu hoffen, daß das Spiel am kommenden Mittwoch zugunsten dieser Mannschaft ausgehen möge. Es sei denn, die Ukraine wächst über sich hinaus und erteilt unseren genialen Kickern eine Lehrstunde in Sachen modernen Fußballs. Dann müßten wir nicht erst bis zur Weltmeisterschafts-Vorrunde darauf warten, ein paar lustige Spiele zu sehen. Bei der Ursachenforschung kommen Trainer und Spieler, Kommentatoren oder sonstige Wichtigtuer immer wieder darauf zurück, daß ausländische Spieler den deutschen Nachwuchs daran hindern, sich Spielpraxis und Können zu erwerben. Sie fordern daher eine Ausländerquote, weil die gebeutelte deutsche Fußball-Nationalmannschaft sonst bald nur noch aus den Ersatzspielern der großen Bundesliga-Clubs bestehen würde. Natürlich ist dieses Argument rassistisch; und das wissen diese Neunmalklugen auch. Deshalb eiern sie ja auch in der Diskussion um diese Frage so herum. Dabei ist die Lösung so einfach wie genial. Wo im Zeitalter der Globalisierung die Grenzen für Kapital und Waren offen und für Menschen (es sei denn, sie erhalten eine Green Card) hermetisch verschlossen werden, wo nationale Grenzen längst überholt sind (was die Europäische Union als supranationales Gebilde auch zeigt), da sind Turniere nationaler Identitätsstifter eigentlich überflüssig. Doch soweit möchte ich nicht gehen. Haben wir denn nicht angeblich eine Spaßgesellschaft? Jawohl, ich will Spaß! Ich bestehe darauf, daß der deutsche Fußball auch in den nächsten Jahrzehnten würdig und lustig vertreten wird. Was mich zielgerichtet zu einer weiteren Fragestellung bringt. Denn was wäre Leistungssport ohne die dazu gehörigen Drogen? Lassen wir einmal die vielen Dopingmittelchen beiseite – augenfällig wird der Zusammenhang von Sport und Drogenkonsum bei so ziemlich jedem gesponserten Sportereignis. So auch am vergangenen Samstag, als eine bekannte Brauerei sich effektvoll in Szene setzen durfte. Auch DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der Rechtsaußen der CDU, durfte nicht fehlen mit seiner Qualmerei. Wie er und sein Werbepartner auf diese Weise glaubwürdig den Slogan Keine Macht den Drogen vertreten wollen, bleibt allerdings das Geheimnis des Deutschen Fußball Bundes. Eine jüngst bekannt gewordene Studie belegt denn auch konsequenterweise den organischen Zusammenhang zwischen Alk-Konsum und Sport in den Jugendmannschaften des Männerfußballs. In diesem Sinne will ich doch auf ein lustiges und unterhaltsames Spiel am Mittwochabend hoffen – ein Genuß mit Krombacher. (Oder Warsteiner … oder Pfungstädter … oder Beck's … oder …) | |
| Wie wir alle wissen, kam es ja ganz anders … – und so blieb es Ronaldo vorbehalten, die Verhältnisse wieder zurecht zu rücken. | |
| 10.06.2002 | König Fußball regiert die Welt |
| Sendung zum Verhältnis von Fußball und Kapitalismus. | |
| 24.06.2002 | Fußball, Frauen und Verbrechen |
| Sendung u.a. zum Verhältnis von Fußball und Menschenrechten. | |
| 08.07.2002 | Bundesliga 2002 |
| Rückblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2002 und die Bundesliga-Saison 2001/2002. | |
| 15.07.2002 | Fußball-Weltmeisterschaft 2002 |
| Das erste Buch zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 ist erschienen (Buchvorstellung). | |
| 22.07.2002 | Die Geschichte der Fußball-Weltmeisterschaften |
| Ein spannend zu lesendes und anregendes Buch über vergangene Fußball-Weltmeisterschaften von Dietrich Schulze-Marmeling und Hubert Dahlkamp (Buchvorstellung). | |
| 12.08.2002 | Bundesligastart |
| Oliver Kahn und Borussia Mönchengladbach (Buchvorstellung). | |
| 29.10.2002 | Zieht den Bayern die Lederhosen aus! |
| Das ultimative Bayern-Hasser/innen-Buch (Buchvorstellung). | |
| 13.05.2003 | 40 Jahre Bundesliga |
| Das Jubiläumsbuch der etwas anderen Art (Buchvorstellung). | |
| 09.06.2003 | Sport ist Mord |
| Die Anfänge des Fußball-Europapokals. Jüdische Einflüsse im deutschen Fußball. Tour de France und Doping. (Buchvorstellungen) | |
| 23.11.2003 | Das Wunder von Bern war keines |
| Der von nationalem Pathos triefende Wunderfilm von Sönke Wortmann hat sein Pendant in einem sorgfältig zusammengestellten Hintergrundband zur Fußball-Weltmeisterschaft 1954. Daraus wird deutlich: Das Wunder von Bern war vom maniac Sepp Herberger akribisch geplant worden. (Buchvorstellung) | |
| 08.12.2003 | Ein Mythos zieht um |
| Der Bökelberg hat ausgedient. Markus Aretz stellt in seinem Buch zum Stadion einen Mythos vor. (Buchvorstellung) | |
| 26.01.2004 | Düstere Zukunft, glorreiche Vergangenheit – oder: der Ball ist rund |
| Die Geschichte des Fußballs in Deutschland mit einem internationistischen Abstecher nach Brasilien. | |
| 26.01.2004 | 100 Jahre Deutsche Meisterschaft |
| Die Geschichte des Fußballs in Deutschland ist nicht nur sportlich, sondern auch soziologisch interessant. (Buchvorstellung) | |
| 26.01.2004 | Milliardenliga |
| Fußball ist vor allem eines – ein Geschäft. Die Bundesliga boomt, aber der Pleitegeier droht. (Buchvorstellung) | |
| 26.01.2004 | Die Geschichte der DDR-Oberliga |
| Die Geschichte des Fußballs im anderen Teil Deutschlands ist auch nicht zu verachten. (Buchvorstellung) | |
| 26.01.2004 | Fußball-WM 1950 in Brasilien |
| Skurriles begleitet die fein herausgearbeitete Geschichte der ersten Fußball-Weltmeisterschaft nach dem 2. Weltkrieg. (Buchvorstellung) | |
| 02.05.2004 | Ein Almanach mit kleinen Fehlern |
| Statistiken sind das, was wir daraus machen. Eine Übersicht auf alle Fußball-Europameisterschaften ist hilfreich, wenn wir gelernt haben, die kleinen Ungenauigkeiten zu erkennen und zu überlesen. (Buchvorstellung) | |
| 16.05.2004 | Und noch einmal die Lederhosen … |
| Weil's so schön war (nicht das Buch, sondern der Titelverlust), habe ich das Lederhosen-Buch noch einmal besprochen. | |
| 21.06.2004 | 100 Jahre FIFA |
| Ein Fußball-Buch für's Jubiläum. Mit vielen unbekannten Details aus dem Archiv des Weltverbandes. | |
| 21.06.2004 | Geschichte der Fußball-Nationalmannschaft |
| Dietrich Schulze-Marmeling hat wieder ein kompetentes Team zusammengestellt, um von den Höhenflügen und Tiefpunkten einer Gurkentruppe zu berichten. | |
| 04.07.2004 | Fußball-Weltmeisterschaft 1974 |
| Gesellschaftliche Umbrüche münden in ein deutsch-holländisches Finale und Jürgen Sparwasser war nachträglich nicht ganz so glücklich. Interessante Vorstellung der WM von 1974. | |
| 18.10.2004 | Das Jahrhundertspiel |
| Once upon a time … – Zwei Mannschaften spielten nicht nur Fußball und trafen ins Tor, nein, es war sogar ein Vergnügen, ihnen zuzuschauen. 1960 trafen im Endspiel des Europapokals Real Madrid und Eintracht Frankfurt aufeinander. | |
| 29.11.2004 | Spielfreude, Aberglaube und Politik – Fußball in Brasilien |
| Brasiliens Spieler sind ein begehrtes Exportgut. Moderner Sklavenhandel gehört zur Globalisierung dazu. Dunkle Mächte beeinflussen den Ball. Manchmal obsiegt die Spielfreude über taktische Systeme. | |
| 30.05.2005 | Reminiszenzen |
| Geld als Lebenselixier des Fußballs prägt die Geschichte des Fußball-Europapokals. Ulrich Hesse-Lichtenberger hat diese Geschichte aufgearbeitet. | |
| 14.08.2005 | Torjäger |
| Eine Typologie des Vollstreckers legt Lorenz Knieriem in seinem Buch Torjäger vor. | |
| 22.08.2005 | Fußball WM 1930 |
| Die erste Fußballweltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt. Dreizehn Mannschaften spielten Fußball, während Europas Elite in der Schweiz herumkickte. Doch welche europäische Mannschaft hätte schon mit den Finalisten Uruguay und Argentinien mithalten können? Das Buch zur WM gibt uns einen kleinen Hinweis: keine. | |
| 16.10.2005 | Kuriose Bibel |
| Zwei kleine Bücher führen uns ein in das Kuriositätenkabinett des Fußballs. Eher als Brevier gibt es ein Fußball unser; eher als Plaudertasche bewärt sich fußball: kurios. | |
| 27.11.2005 | Einstimmung |
| Eine Einstimmung auf die unvermeidbar kommende Fußball-Weltmeisterschaft bietet der von Martina Backes zusammengetragene Bildband mit den schönsten Fotos der Titelkämpfe zwischen 1930 und 1974. | |
| 28.11.2005 | Ästhetische Fragen |
| Einen durchaus gelungenen Versuch, den Mythos vom brasilianischen Fußball zu dekonstruieren und hierbei neue Erkenntnisse zu ermöglichen, stellt das Buch Ballhunger von Gerd Fischer und Jürgen Roth dar. | |
| 26.12.2005 | Wie man eine Betonmauer knackt und an einer Büchse scheitert |
| Borussia Möchengladbachs Elf der 70er Jahre bietet mancherlei Anlaß für nostalgische Gefühle. Doch das Fußballgeschäft ist hart. Wie Verklärung und Profit miteinander zusammenhängen, ist im Sendemanuskript zur Sendung über die Elf vom Bökelberg nachzulesen. | |
| 05.02.2006 | Fußball WM 1970 Mexiko |
| Bei der Weltmeisterschaft 1970 zeigten die besseren Teams wunderschönen Offensivfußball, allen voran Brasiliens Kicker. Deshalb gab es gleich vier Jahrhundertspiele, von denen in Deutschland jedoch nur eines im kollektiven Gedächtnis geblieben ist. | |
| 27.02.2006 | Die Söhne Sachnins |
| Eine arabische Fußballmannschaft in Israels erster Liga zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. | |
| 16.04.2006 | Fußballgäste |
| Kurz vor der Fußballweltmeisterschaft muß das bekanntlich überaus gastfreundliche Deutschland auf seine Gäste ein wenig eingestimmt werden. Wäre doch schade, wenn der tief sitzende Rassismus das profitable Fest stören würde, oder? Ein kleines Gästebuch hilft hierbei – vielleicht. | |
| 30.04.2006 | Garrincha |
| Ein lustiger Vogel ließ seine Gegner über den Ball stolpern und stolperte selbst über den Alkohol und die gesellschaftlichen Verhältnisse seines Heimatlandes. Garrincha war der beste Rechtsaußen aller Zeiten und in seinen guten Tagen eine Freude für das Publikum. | |
| 30.04.2006 | Das Tor des 20. Jahrhunderts |
| Einige Anmerkungen zum "Tor des Jahrhunderts", das Diego Maradona während der Fußball-Weltmeisterschaft 1986 gegen England geschossen haben soll. | |
| 22.05.2006 | Johan Cruijff |
| Interviewband mit dem Spieler und Trainer Johan Cruijff über die Strategie des Fußballspiels, Ajax Amsterdam und den FC Barcelona. | |
| 25.06.2006 | Fußballballett |
| Zwischenbilanz nach dem Ende der Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft. | |
| 26.06.2006 | Klinsmania |
| Über Fußball und Nationalismus und das Geheimnis des runden Balles. | |
| 02.07.2006 | Zu Gast bei Freunden |
| Wenn Freundinnen und Freunde den Gegner auspfeifen, einen Torwart verletzen, beim Elfmeterschießen schummeln und anschließend eine gigantisch teure Party feiern. | |
| 16.07.2006 | Das erste Buch zur WM 2006 |
| Das erste Buch zur großen Fußballparty ist eingetroffen! Erschienen in der WM–Bibliothek der Süddeutschen Zeitung. | |
| 23.07.2006 | Das vielleicht schnellste Buch zur WM 2006 |
| Ein zweites Buch zur WM kam fünf Tage nach dem Finale auf dem Markt, zu schnell? Kleinere Fehler trüben nämlich die Lesefreude. | |
| 06.08.2006 | Public Viewing |
| Nachbetrachtungen zu einer großen patriotischen Party. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. [PDF, etwa 500 kB] | |
| 27.08.2006 | Nachspielzeit |
| Nicht immer ernst gemeinte Nachbetrachtung zur Fußball-Weltmeisterschaft aus dem Eulenspiegel Verlag. | |
| 23.10.2006 | Runde Kugeln, runde Bälle |
| Fußball in Lateinamerika, ein Glücksfall in Deutschland und eine Geschichte aller Weltmeisterschaften. | |
| 11.12.2006 | Sportgeschäfte |
| Vorgestellt werden: eine wahrhaft enzyklopädische Enzyklopädie zu allen Fußball-Weltmeisterschaften, die Geschichte des deutschen Rekordmeisteres Bayern München, Anmerkungen zum Doping beim Radfahren und zum Schummeln beim Motorsport. | |
| 20.06.2007 | Europapokal |
| Die Geschichte des Fußball-Europapokals von 1955 bis 1974. | |
| 24.06.2007 | Anpfiff |
| 1987 schrieb der damalige Nationaltorwart Toni Schumacher (oder sein Ghostwriter) eine Art Enthüllungsroman über die Bundesliga, die Nationalelf und das Mißmanagement. Doping kam auch darin vor. | |
| 31.10.2007 | Das Spiel mit dem Fußball |
| Aufsatzsammlung zur interessengeleiteten Vereinnahmung des Fußballs. | |
| 14.07.2008 | Ballspiele in der nationalen Weltgesellschaft |
| Die Europameisterschaft 2008 und ihr nationaler Raum. | |
| 17.12.2008 | Zwei Biere weniger |
| Die Vorgeschichte und Geschichte der Fußball-Europameisterschaften. | |
| 09.03.2009 | Herrschaft und Dominanz |
| Borussia Mönchengladbach in den 1970er Jahren. | |
| 29.04.2009 | Pollen rollen |
| Die Biografie eines der ersten brasilianischen Fußballstars. | |
| 21.12.2009 | Mit allen Wassern gewaschen |
| Christoph Bausenweins Biografie des lederhosigen (ehemaligen) Managers von Bayern München, Uli Hoeneß. | |
| LITERATUR |
Zwar habe ich so einige Bücher zum Thema Fußball besprochen, aber so richtig empfehlen möchte ich neben
Global Players, herausgegeben von Michael Fanizadeh, Gerald Hödl und Wolfram Manzenreiter, behandelt die Kultur, Ökonomie und Politik des Fußballs. Das Buch ist im Brandes & Apsel Verlag erschienen und kostet € 19,90. Besprochen habe ich es in der Sendung König Fußball regiert die Welt am 10. Juni 2002. Aus dem Inhaltsverzeichnis:
Empfehlenswert sind in der Regel (und ich kenne kaum eine Ausnahme) die Bücher aus dem Verlag Die Werkstatt. Sie sind nicht nur einfach kompetent geschrieben, sondern beleuchten die Materie Fußball in einer sehr hintergründigen und zum Verständnis eines globalen Phänomens weiter führenden Weise. Abgesehen von schon fast unvermeidlichen kleineren Fehlern scheint es in diesem Verlag noch ein Lektorat zu geben, das seinen Namen verdient. |
| HALL OF FAME |
In dieser Hall of Fame sind diejenigen Fußballspieler (und manche Schiedsrichter und Trainer) versammelt, die zu ein bißchen Gerechtigkeit im Fußball beigetragen haben, indem sie deutschen Teams ihre Grenzen aufzeigten. Diese Auflistung ist unvollständig. 2003 war ein besonders unbefriedigendes Jahr. Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen haben sich durch eigene Dummheit und Unfähigkeit aus der Champions League verabschiedet; eine freundliche Unterstützung aus anderen Teilen der Welt war nicht einmal mehr notwendig. Hingegen habe ich den Büchsenwurf-Schauspieler Roberto Boninsegna [1971] aus eben diesem Grund nicht ein zweites Mal aufgeführt. Beim Rauskicken deutscher Grottenkicker (und das Spiel in Mönchengladbach muß ein Märchen gewesen sein, alles andere als ein Grottenkick) möge es doch ehrlich zugehen! Obwohl – seit wann ist Fußball ein ehrlicher Sport?
| 1938 | Andre Abegglen | Weltmeisterschaft Vorrunde |
| 1982 | Alessandro Altobelli | Weltmeisterschaft Finale |
| 1991 | Klaus Augenthaler | Europapokal der Landesmeister Halbfinale |
| 1991 | Raimund Aumann | Europapokal der Landesmeister Halbfinale |
| 1966 | Gospodin Tokif Bachramow | Weltmeisterschaft Finale (Linienrichter) |
| 2004 | Milan Baroš | Europameisterschaft Vorrunde |
| 1988 | Marco van Basten | Europameisterschaft Halbfinale |
| 1938 | Alfred Bickel | Weltmeisterschaft Vorrunde |
| 1970 | Roberto Boninsegna | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 1986 | José Luis Brown | Weltmeisterschaft Finale |
| 1986 | Jorge Burruchaga | Weltmeisterschaft Finale |
| 2000 | Sergio Conceicao | Europameisterschaft Vorrunde |
| 2006 | Alessandro Del Piero | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 1966 | Gottfried Dienst | Weltmeisterschaft Finale (Schiedsrichter) |
| 2006 | Ferreira da Rosa Emerson | Champions League Achtelfinale |
| 2009 | Samuel Eto'o | Champions League Viertelfinale |
| 1958 | Just Fontaine | Weltmeisterschaft Spiel um Platz 3 |
| 2010 | Zoltan Gera | UEFA Europa League Halbfinale |
| 2002 | Raúl Gonzalez | Champions League Finale |
| 1958 | Gunnar Gren | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 2006 | Fabio Grosso | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 1958 | Kurt Hamrin | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 2004 | Martin Heinz | Europameisterschaft Vorrunde |
| 2009 | Thierry Henry | Champions League Viertelfinale |
| 1976 | Uli Hoeneß | Europameisterschaft Finale |
| 2002 | Pierre van Hooijdonk | UEFA Cup Finale |
| 1966 | Geoff Hurst | Weltmeisterschaft Finale |
| 2002, 2006 und 2007 | Filippo Inzaghi | Champions League Vorrunde, Achtelfinale und Viertelfinale |
| 2009 | Jádson Rodrigues da Silva | UEFA Cup Finale |
| 1998 | Robert Jarni | Weltmeisterschaft Viertelfinale |
| 1992 | John Jensen | Europameisterschaft Finale |
| 1987 | Juary Jorge dos Santos | Europapokal der Landesmeister Finale |
| 1958 | Erich Juskowiak | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 1988 | Ronald Koeman | Europameisterschaft Halbfinale |
| 1978 | Hans Krankl | Weltmeisterschaft Finalrunde |
| 2008 | Bojan Krkić | Champions League Viertelfinale |
| 2005 | Frank Lampard | Champions League Viertelfinale |
| 2007 | Bertrand Layec | UEFA Cup Halbfinale (Schiedsrichter) |
| 1994 | Jordan Letschkow | Weltmeisterschaft Viertelfinale |
| 1984 | Antonio Maceda | Europameisterschaft Vorrunde |
| 1987 | Rabah Madjer | Europapokal der Landesmeister Finale |
| 2002 | Roy Makaay | Champions League Vorrunde |
| 2009 | Lionel Messi | Champions League Viertelfinale |
| 2010 | Diego Milito | Champions League Finale |
| 1934 | Oldrich Nejedly | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 2004 | Ruud van Nistelrooy | Europameisterschaft Vorrunde |
| 1998 | Rune Pedersen | Weltmeisterschaft Viertelfinale (Schiedsrichter) |
| 1966 | Martin Peters | Weltmeisterschaft Finale |
| 2008 | Pawel Pogrebnjak | UEFA Cup Halbfinale |
| 2006 | Antonio Puerta | UEFA Cup Halbfinale |
| 1960 | Ferenc Puskas | Europapokal der Landesmeister Finale |
| 1960 | Carles Puyol | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 1962 | Petar Radaković | Weltmeisterschaft Viertelfinale |
| 2000 | Erich Ribbeck | Europameisterschaft (Trainer) |
| 1970 | Gianni Rivera | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 2002 | Ronaldo Luiz Nazario da Lima | Weltmeisterschaft Finale |
| 1982 | Paolo Rossi | Weltmeisterschaft Finale |
| 2007 | Clarence Seedorf | Champions League Viertelfinale |
| 2000 | Alan Shearer | Europameisterschaft Vorrunde |
| 1999 | Teddy Sheringham | Champions League Finale |
| 1958 | Lennart Skoglund | Weltmeisterschaft Halbfinale |
| 1999 | Ole Gunnar Solskjær | Champions League Finale |
| 1974 | Jürgen Sparwasser | Weltmeisterschaft Vorrunde |
| 1960 | Alfredo di Stefano | Europapokal der Landesmeister Finale |
| 1994 | Hristo Stoitschkow | Weltmeisterschaft Viertelfinale |
| 1998 | Davor Šuker | Weltmeisterschaft Viertelfinale |
| 1982 | Marco Tardelli | Weltmeisterschaft Finale |
| 2002 | Jon Dahl Tomasson | UEFA Cup Finale |
| 2008 | Fernando Torres | Europameisterschaft Finale |
| 2008 | Gnégnéri Yaya Touré | Champions League Viertelfinale |
| 1986 | Jorge Valdano | Weltmeisterschaft Finale |
| 1992 | Kim Vilfort | Europameisterschaft Finale |
| 1998 | Goran Vlaovic | Weltmeisterschaft Viertelfinale |
| 1978 | Berti Vogts | Weltmeisterschaft Finalrunde |
| 1938 | Ernest Walaschek | Weltmeisterschaft Vorrunde |
| 1982 | Peter Withe | Europapokal der Landesmeister Finale |
| 2002 | Zinédine Zidane | Champions League Finale |
| GEDANKEN ZUR WM 2002 |
| Zum Schluß noch ein paar eigenwillige Gedanken zur Fußball-Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan. [Eine Nachbetrachtung zur Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland gibt es hier.] | |
Deutsche Tugenden |
Wer im Verlauf des Turniers nur mit dritt– oder gar viertklassigen (Saudi-Arabien) Mannschaften konfrontiert wird, benötigt nicht mehr als ein bißchen Glück, Oliver Kahn und absoluten Destruktionswillen, um in das Finale einer Weltmeisterschaft einzuziehen, in der ohnehin die meisten halbwegs Fußball spielenden Teams frühzeitig heimgeschickt worden sind. |
Bester Spieler |
Selbstverständlich war Ronaldo die herausragende Erscheinung auf dem Fußballplatz. Seine acht Tore sprechen für sich. Doch die Trophäe für den besten Spieler dieser WM gebührt unzweifelhaft den Millionen Koreanerinnen und Koreanern, die als 12. Mann auf dem Platz ihre drittklassige Nationalelf derartig aufgeputscht haben, daß diese zu Leistungen fähig war, die eine südkoreanische Mannschaft in den nächsten Jahrzehnten wohl nicht wiederholen kann. Stellt euch ein Auto mitten in der Wüste vor, dem das Benzin ausgegangen ist. Die südkoreanische Nationalmannschaft war ein Motor, der auch ohne Benzin noch 100 Kilometer weiterfährt. Ob dies nun schöner Fußball war, sei dahingestellt. |
Positivste Überraschung |
Südkorea. Das Team von Guus Hiddink zeigte kapitalistische Tugenden, denen weder Figo, noch Vieri, noch Raúl gewachsen waren. Drei Top-Teams nach Hause zu schicken, das ist eine Leistung, auch wenn der eine oder andere Schiedsrichter nicht ganz auf Ballhöhe war. |
Negativste Überraschung |
Deutschlands Antifußballer. Obwohl – eine Überraschung war das ja nicht. Allenfalls bemerkenswert ist, daß die fußballunbegabteste Mannschaft des Turniers das Endspiel erreichen konnte. Vielleicht sollte dies bei zukünftigen Überlegungen zur Reform des Qualifikationsmodus zur Fußball-Weltmeisterschaft berücksichtigt werden: ich schlage vor, daß eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft erst dann sportlich qualifiziert ist, wenn sie auch spielerisch hat überzeugen können. (Das erspart uns wahrscheinlich für die Zukunft ein derart erbärmliches Gekicke.) |
Schönstes Tor der WM |
Ronaldinhos Freistoßtor zum 2:1 gegen England. Die Idee also solche war schon genial. Aber diese Idee auch umsetzen zu können, macht einen hervorragenden Fußballspieler aus. Dieses Tor wird Englands Torwart Seaman wohl nie vergessen. |
Bestes Kunststück der WM |
Ich habe mich für Italiens Stürmer Vieri entschieden. Wer aus vier Metern Entfernung den Ball zehn Meter über das Tor semmelt, darf sich zurecht Kunstschütze nennen. Der Preis bestand im Heimflugticket – vollkommen zurecht und völlig unabhängig von der Leistung der Schieds– und Linienrichter. |
Gerechtigkeit |
An Gerechtigkeit im Kapitalismus glaube ich nicht. Und im Fußball schon gar nicht. Siege im Fußball sind in gewisser Weise käuflich: Wer genug Kohle hat, kauft sich ein Dream Team zusammen. Das funktioniert zwar nicht immer, macht den Erfolg jedoch wahrscheinlicher. Doch das kapitalistische Verwertungsinteresse führt dazu, daß die besten Spieler zum Ende einer Saison ausgelaugt sind. Und dann haben auch mittelmäße Teams eine Chance. Der Star ist das Team ist dann die Umschreibung für unbeschreibliches Mittelmaß. Bertis Jungs haben 1996 vorgeführt, wie erfolgreich Mittelmaß sein kann. In Japan und Südkorea kamen gleich drei drittklassige Mannschaften ins Halbfinale. Ist das der neue Trend? Immerhin – es siegte am Ende doch der Fußball über das Mittelmaß. Vielleicht gibt es manchmal sogar beim Fußball Gerechtigkeit. |
Afrika |
Peinlich das Abschneiden und Auftreten der afrikanischen Teams. Die kommen ganz offensichtlich mit dem vor allem von Deutschland perfektionierten Antifußball nicht klar. Erfreulich: Senegal, vor allem mit dem Sieg über den Welt– und Europameister Frankreich. Und sonst: Kamerun Platz 3. Tunesien Platz 4. Nigeria Platz 4. Südafrika Platz 3. Zu wenig. |
Zielwasser |
Vielleicht sollten sich gerade die Mannschaften, die im Elfmeterschießen ausgeschieden sind (Hallo, Irland!), ein Beispiel an der deutschen Nationalmannschaft nehmen. Frei nach dem DFB-Slogan Keine Macht den Drogen hatte diese ganz offensichtlich kräftig Bier getankt (siehe Werbespot). Bier als Zielwasser? Wer weiß? |
Diese Seite wurde zuletzt am 7. Juli 2010 aktualisiert.
Links auf andere Websites bedeuten keine Zustimmung zu den jeweiligen Inhalten, sondern sind rein informativer Natur.
© Walter Kuhl 2001, 2010
Die Wiedergabe, auch auszugsweise, ist nur mit dem Einverständnis des Verfassers gestattet.
Zur Startseite von Waltpolitik
Zur Sitemap von Waltpolitik