Kapital Verbrechen |
Wahl ohne Wahl |
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Inhaltsverzeichnis |
| Kapitel 1 : Einleitung : Das Establishment wählt |
| Kapitel 2 : SNCC : Black Power und afroamerikanischer Widerstand |
| Kapitel 3 : Schluß : Free Mumia! |
| Anmerkungen zum Sendemanuskript |
Einleitung : Das Establishment wähltJingle Alltag und Geschichte Nächste Woche Dienstag wird in den Vereinigten Staaten ein neuer oder auch der alte Präsident gewählt. Mehr noch als hierzulande haben die meisten Menschen beschlossen, daß diese Wahl keine Wahl für sie bedeutet und sie bleiben zuhause. Letzten Endes kann es ihnen auch egal sein, welche Fraktion des Establishments für die kommenden vier Jahre den Präsidenten stellt. Dennoch gibt es kleinere Unterschiede in der wirtschafts und sozialpolitischen Ausrichtung der beiden Kandidaten und der sie tragenden Parteien. So wie auch hierzulande ein Unterschied zwischen dem Neoliberalismus von CDU und SPD besteht, oder zwischen den beiden Parteien der Kleinbourgeoisie, der FDP und den Grünen. In der Praxis bedeutet dies für uns jedoch wenig. Vor fünf Jahren erschien in den USA das Buch Fortunate Son von James H. Hatfield über George Dubya Bush. Das Buch benötigte drei Anläufe in drei verschiedenen Verlagen, um öffentlich zugänglich zu sein. Das US Wer wissen weil, wie ein ehemaliger Kokskonsument, Alkie und Drückeberger zum Helden der Nation werden konnte, findet hier eine Menge Erklärungen. Wobei ich weder den legalen wie illegalen Drogenkonsum noch den Wunsch, sich nicht in Vietnam verheizen zu lassen, für schändlich halte [2]. Es ist eine geradezu lückenlose Biographie, die Hatfield vorgelegt hat. Alles, aber auch so ziemlich alles, was sich der heutige US George Dubya Bush ist das Musterbeispiel eines rechten Politikers, der sich hinter der Maske des Biedermannes tarnt. Er gibt sich gerne als mitfühlender Konservativer und hat diesen Begriff geradezu zu seinem Markenzeichen erkoren. Die Masche von Roland Koch und Silke Lautenschläger ist hier perfekt nachzuvollziehen. Hatfields Buch Das Bush Imperium ist, wie gesagt, im Atlantik Verlag erschienen, es kostet 19 Euro 80. |
SNCC : Black Power und afroamerikanischer Widerstand
Sein Buch ist auf Deutsch im Verlag Graswurzelrevolution herausgekommen; und der Verlag nahm die Frankfurter Buchmesse zum Anlaß, den Autor und sein Werk vorzustellen. Obwohl Clayborne Carson Deutsch versteht, sind seine Antworten auf Englisch zu hören, es gibt hierzu jeweils im Anschluß eine und zwar wirklich gute Übersetzung durch Heike Makowski. Die nun folgende Vorstellung des Buchs Zeiten des Kampfes ist etwa 50 Minuten lang und zwar ohne Unterbrechung. Ich denke, wir erfahren hier etwas über die Geschichte der USA und seiner sozialen Bewegungen, was wir so wohl noch nicht gehört oder gelesen haben. Für die Redaktion Alltag und Geschichte auf Radio Darmstadt ist am Mikrofon Walter Kuhl. Und nun Clayborne Carson. Eine Mitschrift der Veranstaltung im Lesezelt während der Buchmesse am 7. Oktober 2004 existiert nicht. Die Vorstellung des Buchs und seines Inhalts durch den Verlag und Clayborne Carson sind als Audiofiles auf den Seiten des Bundesverbandes Freier Radios verfügbar:
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Schluß : Free Mumia!Jingle Alltag und Geschichte heute mit der Aufzeichung einer Veranstaltung mit Clayborne Carson, Autor des Buches Zeiten des Kampfes über das Erwachen des afroamerikanischen Widerstandes in den USA in den 60er Jahren. Das 638 Seiten starke Buch ist mindestens so gut wie das, was wir soeben gehört haben; es lohnt sich wirklich, es zu lesen und sich eigene Gedanken zu Fragen der Militanz und Gewaltfreiheit zu machen. Es ist im Verlag Graswurzelrevolution erschienen und kostet 28 Euro 80. Diese Sendung wird in der Nacht zum Dienstag um 23 Uhr wiederholt, und noch zweimal am Dienstag, und zwar um 8 und um 14 Uhr. Einen völlig anderen Aspekt des afroamerikanischen Widerstandes der 60er Jahre stellt die Black Panther Party da. Im Gegensatz zum grass root movement ging sie davon aus, daß alle Macht aus den Gewehrläufen kommt; und entsprechend militant agierte sie in den städtischen Zentren der USA. Einer derjenigen, die damals zu den Panthers gestoßen war, ist Mumia Abu Alltag und Geschichte hat den Übersetzer von Mumias neuestem Buch We Want Freedom, Jürgen Heiser, eingeladen, über das Buch und die darin erzählte Geschichte der Black Panther Party zu reden. Am Mittwoch von 19 bis 21 Uhr oder in der Wiederholung am Donnerstag von 10 bis 12 Uhr geht es um die Geschichte des schwarzen Widerstandes, die Solidarität mit Mumia Abu We Want Freedom am Mittwoch um 19 Uhr auf Radio Darmstadt. Zur Unterstützung der weltweiten Kampgane zur Freilassung von Mumia Abu |
| ANMERKUNGEN |
| [1] Siehe hierzu auch meine Besprechung des Buches in der Sendung Bushs Empire vom 12. August 2002. |
| [2] Das Privatleben von Politikern könnte und sollte uns eigentlich egal sein. Allerdings ist es dann von öffentlichem Interesse, wenn sich die bigotten Herren der Schöpfung zu Herren über Leben und Tod machen und sozialpolitisch diejenigen verfolgen, die nicht das Glück gehabt haben, aus reichem Elternhaus zu stammen, und die deshalb auch nicht das Privileg in Anspruch nehmen konnten, fröhlich vor sich hin zu konsumieren. Drogenkonsum ist keine Schande, sondern Ausdruck vorherrschender Verhältnisse und nicht zuletzt Flucht vor der Realität (der Realität nämlich, sich einzugestehen, wer man wirklich ist). |
| [3] Siehe hierzu auch die deutsche Solidaritäts |
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